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Zwergwal-Steaks in Island



Als Reaktion auf das Ergebnis einer Undercover-Untersuchung der Internationalen Wal-und Delfinschutzorganisation WDCS und des Animal Welfare Institutes (AWI), die belegte, dass Touristen am isländischen Flughafen von Keflavik unter falschen Angaben Walfleisch angeboten wurde, hat das Auswärtige Amt Islandreisende jetzt verstärkt darauf hingewiesen, dass die Einfuhr von Walfleisch nach Deutschland verboten und strafbar ist. Vertreter der WDCS und des AWI hatten vor wenigen Monaten Zwergwal-Steaks im „Inspired by Iceland“-Geschäft in der Abflughalle des internationalen isländischen Flughafens Keflavik kaufen können. Dabei wurde den Testkäufern aus den USA mitgeteilt, ein Import der Walfleischprodukte in die USA sei legal. Tatsächlich droht den Käufern wegen illegalen Handels mit Wildtierprodukten jedoch eine strafrechtliche Verfolgung. Das Gleiche gilt für Reisende, die Walfleisch in ein Land der Europäischen Union einführen.

Das Walfleisch wurde inzwischen aus dem Angebot des betroffenen Geschäfts am internationalen Keflaviker Flughafen genommen. Walfleisch gibt es jedoch weiterhin in anderen Geschäften und Restaurants der Insel zu kaufen. Die WDCS ruft Islandreisende eindringlich dazu auf, bei einem Besuch des Landes kein Walfleisch zu essen. 35 bis 40 Prozent der von isländischen Walfängern getöteten Zwergwale landen auf den Tellern von Touristen, die damit erheblich zur Aufrechterhaltung des kommerziellen Walfangs in Island beitragen. Tsp

Bahnreisen: Klimaneutrale Tickets

sind Ladenhüter

Bei Deutschlands größtem Veranstalter von Bahnreisen sind die seit einem Jahr angebotenen klimaneutralen Tickets nur Ladenhüter: Lediglich rund 2000 Kunden waren in den vergangenen zwölf Monaten bereit, dafür den Aufpreis von zwei Euro zu bezahlen. Das Angebot werde zwar „gerne registriert“, so Ameropa-Chef Martin Katz. Doch die Kundschaft sei nicht bereit, auch Geld dafür auszugeben.

Im Ende Oktober abgelaufenen Reisejahr 2010/11 hatte die Tochter der Deutschen Bahn (DB) – bei einem Umsatz von 104 Millionen Euro – 490 000 Buchungen eingefahren. Beim Start des Programms im November 2010 hatte Katz noch gehofft, dass jeder zehnte Kunde sich für die CO2-freie Anreise entscheidet. Dafür kauft Ameropa Kontingente an Ökostrom bei der DB ein. tdt

Club Med: Fünf neue Clubs in China

Der älteste Ferienclubanbieter der Welt drängt ins Reich der Mitte: Der 1950 gegründete Club Méditerranée will in China bis 2015 fünf Anlagen eröffnen. Bereits im ersten Jahr, so hofft man, sollen dort dann 200 000 Chinesen Ferien machen. Die französische Urlaubsmarke ist auch schon heute in China – wo bereits ein Club besteht – gut gebucht: 2010 verbrachten 30 000 Chinesen ihren Urlaub in einem der weltweit 80 Feriendörfer.

Erst kürzlich hatte die chinesische Unternehmensgruppe Fosun für 24 Millionen Euro 7,1 Prozent am globalen Marktführer für Ferienclubs übernommen, der heute nach außen nur noch unter dem Namen Club Med auftritt. tdt

Im Trend: Hotels nach Maß

Der mit weltweit mehr als 300 Häusern größte Besitzer von Ferienhotels setzt zunehmend auf eigene Konzepte. Diese „exklusiven Zielgruppenprodukte“ seien der „derzeit wichtigste Wachstumstreiber“, sagt TUI Deutschland-Chef Volker Böttcher. Die Anzahl der Exklusivhotels werde bis 2015 auf 186 ausgebaut. Im kommenden Sommer bietet der Konzern bereits 83 dieser Häuser mit 4200 Betten an, die unter dem Namen Magic Life, Robinson, Puravida, Sensimar, TUI Best Family und Viverde vermarktet werden. tdt

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