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Weniger als die Hälfte plant Urlaub

Der Urlaub eines Durchschnittsdeutschen kostet 1000 Euro, allerdings will jeder Vierte lediglich maximal 500 Euro ausgeben. Das zeigt die 28. Tourismusanalyse, die alljährlich von der in Hamburg ansässigen Stiftung für Zukunftsfragen erstellt wird. Dabei werden 4000 Bundesbürger ab 14 Jahren nach ihrem Urlaubsverhalten 2011 und ihrer Reiseabsicht für 2012 befragt. Der Urlaub dauert im Schnitt 12,4 Tage, 45 Prozent der Deutschen planen in diesem Jahr eine mindestens fünftägige Reise. Elf Prozent wollen mehrmals verreisen, jeder Dritte überlegt noch, ob er überhaupt in den Urlaub fährt. Allerdings wissen auch 20 Prozent der Befragten bereits ganz genau, dass sie in diesem Jahr keine Ferienreise antreten werden. Tsp

Bauern klagen mal nicht

Der Feld-, Wald- und Wiesenurlaub ist gefragt: Mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr geben Touristen allein in Deutschland für Ferien auf dem Land aus. Die Zahl der Übernachtungen liegt bei rund 24 Millionen. Damit gehen sechs Prozent des Inlandstourismus auf das Konto des Landurlaubs. Für 44 Prozent der Bauern, die Fremdenzimmer vermieten, ergab die Saison 2011 eine „bessere oder viel bessere Auslastung“. Fast jeder zweite Hof ist mittlerweile an mehr als 160 Tagen ausgebucht, wie eine Umfrage unter 570 Bauern der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland zeigt. tdt

Tunesien optimistisch

Elyas Fakhfakh hat Großes vor. „Ich würde gern die Qualität der deutschen Automobilindustrie in den tunesischen Tourismus einbringen“, sagt der frisch gewählte Tourismusminister seines Landes. Der 39-jährige Ingenieur wünscht sich, dass in diesem Jahr mindestens 500 000 Deutsche nach Tunesien reisen. Das wären dann ebenso viele wie im Jahr 2010. Zunächst spricht der Mann mit internationaler Managementerfahrung mit den Veranstaltern, dann will er eine großangelegte Werbekampagne starten. Tsp

Hoteliers wehren sich

Weil auf Bewertungsportalen viele manipulierte Kommentare über ihre Häuser kursieren, wehren sich Deutschlands Hoteliers und installieren nun ein eigenes System. Es sei zwar kein klassisches Hotelbewertungsportal, so Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Doch eine nun entwickelte spezielle Technik erlaube Hoteliers, künftig auf ihren Internetseiten Bewertungen von Gästen einzubinden, die tatsächlich auch in ihren Häusern waren. Nur sie hätten Zugang zum Bewertungssystem. „Damit verringern wir die Abhängigkeit von Buchungs- und Bewertungsportalen und stärken nebenbei den Direktvertrieb“, sagt der Experte. Der 1300 Hotels vertretende Branchenverband fordert schon länger von den Portalen, dafür zu sorgen, dass „Falschmeldungen erst gar nicht im Netz landen“. Zudem soll endlich überprüfbar sein, was veröffentlicht ist. tdt

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