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Schweiz sucht neuen Kurs

Die Schweiz leidet unter Touristenschwund. Selbst Einheimische kehren auch beim Wintersport den eidgenössischen Urlaubszielen den Rücken und rutschen über die Berge nach Österreich oder Italien. Das Preisniveau sei zu hoch, heißt es in Fachkreisen. Nun zieht Schweiz Tourismus die Konsequenzen und organisiert sich neu: In Deutschland werden drei Tourismusbüros dichtgemacht, eins neu eröffnet. Zum Jahresende schließen die Schweizer ihre Büros in Düsseldorf, Hamburg und München. In Stuttgart wird eine neue Vertretung eröffnet. Künftig werden vom bestehenden Büro in Berlin aus Nord- und Ostdeutschland betreut. Frankfurt am Main kümmert sich um Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die neue Vertretung in Stuttgart ist für Baden-Württemberg und Bayern zuständig. Mit der neuen Struktur erhofft sich Schweiz Tourismus größere Schlagkraft. Deutschland ist mit einem Anteil von mehr als 26 Prozent der größte Auslandsmarkt für die Schweizer Hotellerie. Tsp

„Kracher“-Hotels von Neckermann

Die jüngste Hotelmarke auf dem Reisemarkt ist bald buchbar: Noch im Oktober nehmen die „Smartline“-Hotels der Thomas-Cook-Tochter Neckermann Reisen Reservierungen an. 20 Häuser warten von der kommenden Sommersaison an in klassischen Strandurlaubsregionen im westlichen und östlichen Mittelmeer. Die Franchise-Nehmer müssten nicht das ganze Hotel umbauen, doch bestimmte Design-Elemente und die Farbwelt seien „zentral“, sagt Vorstandschef Peter Fankhauser, der das Konzept als „Kracher“ bezeichnet. Die exklusiv von dem Reisekonzern verkauften „lifestyligen Urlaubshotels“ haben drei bis vier Sterne und sollen zeigen, dass „die Volksmarke Neckermann Reisen ein moderner Veranstalter ist, der aktuelle Trends aufnimmt“. tdt

Tourismus und Klimagerechtigkeit

Der internationale Tourismus „konterkariert die globale Klimagerechtigkeit“, sagt Heinz Fuchs, Leiter des – vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) herausgegebenen – Informationsdienst „Tourism Watch“. Das sei zwar eine schmerzliche Erkenntnis für Urlauber und Reisebranche. Doch das „Luxusgut Tourismus“ trage vor allem über den Flugverkehr „erheblich zur Klimaveränderung mit all ihren katastrophalen Folgen bei“. Andererseits könnte der Tourismus durch eine internationale Ticketsteuer zugunsten des Klimawandels und der Armutsbekämpfung „ein wenig in Richtung Klimagerechtigkeit beitragen“. tdt

Die Bahncard wird 20

Die Ermäßigungskarte der Bahn wird am 1. Oktober 20 Jahre alt – es wird sie bald nicht mehr geben. Jedenfalls nicht in Form einer Plastikkarte. In naher Zukunft ließen sich alle Funktionen der Karte auf einem Smartphone darstellen, verkündet die Deutsche Bahn. Zum Jubiläum gibt es eine Aktions-Bahncard 25. Sie kostet für vier Monate 20 Euro. Die Bahncard 25 kostet bisher für zwölf Monate regulär 59 Euro, nach einer Preiserhöhung am 9. Dezember dann 60 Euro. Tsp

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