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Verschlafene Reiseriesen

Die Branche verpasst den demografischen Wandel. Vor allem die großen Konzerne, so sieht es zumindest Experte Gunther Holzschuh, Gesellschafter bei der Travel Consulting Group, ignorierten die dramatische Alterung der Gesellschaft. Die „Reiseriesen“ manövrierten sich „sehenden Auges ins Abseits“. Notwendige Veränderungsprozesse würden vor sich hergeschoben, beispielsweise fehle es bis heute an „schlüssigen Ansätzen, um den vorhersehbaren Schwund im Massensegment des Familienurlaubs wirksam zu kompensieren.“

Die großen Reiseveranstalter seien „träge, langsam und zudem dem Irrglauben verfallen, mit Größe und Volumen und der damit verbundenen Macht einen Markt zu beherrschen.“ Auch kenne die renditeschwache Reiseindustrie nur den Wettbewerb über den Preis und spare sich „im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode.“ Dabei gebe es längst Lösungsansätze, angefangen bei der Gepäckbeförderung für Senioren über separate Abfertigungsschalter für diese Zielgruppe bis hin zu besonderen Einrichtungen in den gebuchten Ferienhotels. tdt

Reuevolle Hotelgäste

Sein „Amnestieprogramm“ bescherte dem berühmtesten Hotel von New York im August ein gewaltiges Medienecho: Wer je etwas aus dem Waldorf Astoria hatte mitgehen lassen, sollte es zurückbringen. „Ohne dass wir Fragen stellen“, wie Marketingchef Matt Zolbe damals versprach. Nun zieht er Bilanz: „Rund 300 Stücke“ sind wieder in den Besitz der Nobelherberge gelangt, darunter silberne Löffel, Weinuntersetzer, eine Suppenschüssel und sogar eine von Frank Sinatra signierte Speisekarte. Jetzt will New Yorks erste Adresse um die zurückgegebenen Gegenstände ein Internet-Museum aufbauen – und die dazugehörigen Geschichten erzählen. Sie handeln beispielsweise von einem Soldaten, der 1941 seinen letzten Abend vor der Einberufung feiert und einen – nun vom Enkel retournierten – Kleiderbügel mitgehen lässt. Oder von einer alten Dame, die vor 60 Jahren eine Kaffeekanne klaute, jetzt aber persönlich zurückbrachte. Die Website stärke die Marke enorm, sagt Zolbe. Und sei mit ihren Stories die „beste Werbung, die es gibt.“ tdt

Schneekugeln nicht ins Handgepäck

Shoppingtrips nach New York werden gern gebucht. Sollten die eifrigen Käufer allerdings eine dieser attraktiven Schneekugeln gekauft haben, heißt es bei der Rückkehr: aufgepasst. Keinesfalls sollte das Souvenir ins Handgepäck. Die US-amerikanische Transportsicherheitsbehörde TAS untersage die Mitnahme von Schneekugeln aus Sicherheitsgründen, warnt der Reiseveranstalter „Berge & Meer“ seine Kunden. Wer sichergehen will, was er selbst ins Flugzeug tragen darf, kann sich im Internet schlaumachen unter der Internetadresse: www. usafluege.info/gepaeck/handgepaeck Tsp

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