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Myanmar: Vorsicht geboten

Nach Anschlägen in Myanmar mahnt das Auswärtige Amt in Berlin zur Vorsicht: Im Oktober explodierten mehrere kleinere Bomben auf öffentlichen Plätzen. Zwei Einheimische starben, eine Urlauberin wurde verletzt. Die Polizei konnte zudem mehrere Sprengsätze in auch von Touristen frequentierten Restaurants rechtzeitig entschärfen. Die Hintergründe der Anschläge sind bislang ungeklärt. Das Amt rät zu erhöhter Aufmerksamkeit. Aktuelle sicherheitsrelevante Informationen auch zu anderen Reiseländern unter auswaertiges-amt.de.

USA: Visa teurer

Wer ein Visum für die USA beantragen möchte, muss ab sofort bei der Vereinbarung eines Interviewtermins tief in die Tasche greifen. Die bisherige 0900-Telefonnummer wurde abgeschaltet, ab sofort gilt die 091 31 / 772 22 70, teilt die US-Botschaft in Berlin mit. Dabei wird eine Gebühr von 15 Euro fällig, die per Kreditkarte bezahlt werden muss. Eine Terminvereinbarung ist auch online möglich unter usvisa-germany.com/germany /index.jsp; wer diesen Weg nimmt, zahlt zehn US-Dollar. Das Außenministerium arbeitet nach eigenen Angaben jedoch an einem neuen System, bei dem Gebühren komplett entfallen. Es soll im Dezember eingeführt werden. Deutsche Urlauber benötigen allerdings in der Regel kein Visum für die USA, stattdessen nehmen sie am sogenannten Esta-Verfahren teil. Die elektronische Einreiseerlaubnis kann unter https://esta.cbp.dhs.gov eingeholt werden. Sie kostet 14 US-Dollar (etwa 10,25 Euro) und gilt zwei Jahre lang. Ein Visum brauchen unter anderem Geschäftsreisende oder Austauschstudenten. germany.usembassy.gov/visa/news/

London: Digitale Kofferanhänger

Papieranhänger für den Koffer beim Fliegen könnten schon bald der Vergangenheit angehören. British Airways testet derzeit am Flughafen London-Heathrow einen elektronischen „Bag Tag“. Passagiere checken dabei über eine spezielle App für ihren Flug ein. „Halten sie ihr Smartphone, mit dem sie eingecheckt haben, an den elektronischen Kofferanhänger, erhält dieser alle benötigten Informationen“, teilt die Airline mit. Am Flughafen wird der Koffer einfach an einem speziellen Schalter abgegeben. Dadurch könnten die Reisenden Zeit sparen. Vor allem für Vielflieger sei der elektronische Kofferanhänger interessant, verspricht die Airline. Der Anhänger, kompatibel mit allen Smartphones, soll bei jeder Reise immer wieder genutzt werden können, bei einer Lebensdauer der Batterie von bis zu fünf Jahren. Derzeit wird das System mit Angestellten von Microsoft am Terminal 5 in Heathrow getestet.

Brunei: Einführung der Scharia

Das Sultanat Brunei führt im kommenden Jahr die Scharia als Strafrecht ein, wie die Zeitung „Brunei Times“ (Onlineausgabe) berichtet. Künftig könnte dann in dem südostasiatischen Staat Ehebruch mit Steinigung und Alkoholkonsum mit Auspeitschen geahndet werden. In dem ehemaligen britischen Protektorat hat die Scharia bereits in den vergangenen Jahren das britische Common Law zusehends verdrängt. Brunei mit seinen Öl- und Gasvorkommen zählt nach dem Pro-Kopf-Einkommen zu den reichsten Ländern der Erde. Eine absehbare Erschöpfung der Quellen hat inzwischen jedoch eine stärkere Entwicklung anderer Wirtschaftsbereiche ausgelöst, etwa des Tourismus. Von den rund 415 000 Einwohnern gehören offiziell 67 Prozent dem Islam an. Rund zehn Prozent sind Christen. dpa/KNA

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