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Reisen als Ramschartikel

Kostet eine Urlaubsreise beispielsweise 1000 Euro, bleiben davon für den Veranstalter im Schnitt lediglich zwischen zwölf und 16 Euro hängen. Auch deshalb kommt es immer wieder zu spektakulären Pleiten mit Tausenden betroffener Urlauber: Reisen werden, nur um irgendwie die klammen Kassen zu füllen, unter Preis losgeschlagen. Insbesondere die Insolvenzen in diesem Jahr sollten da „eine Mahnung sein“, sagt Jürgen Büchy, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV). „Billig rechnet sich nicht, weder für den Kunden noch für den Anbieter.“ Schließlich stehe hinter dem Preis auch immer eine Leistung, die ihren Wert habe. Reisen, warnt der Experte, „dürfen nicht zum Ramschartikel verkommen“. tdt

Marokko plant Ausreisesteuer

Marokkourlauber werden vom 1. April 2014 an zusätzlich zur Kasse gebeten. Das Parlament hat eine Ausreisesteuer bei Flügen beschlossen, melden mehrere Medien. Demnach werden in der Economy-Klasse 100 Dirham (rund 9 Euro) fällig. Rund 90 Millionen Euro will das Land dadurch einnehmen. Die Hälfte soll an das nationale Tourismusbüro fließen, die andere Hälfte in soziale Projekte. dpa

Felsenburg auf Mallorca restauriert

Die Felsenburg Castell de Santueri bei Felanitx soll noch in diesem Jahr für Besucher öffnen. Derzeit werden die letzten Arbeiten an Treppengeländern durchgeführt, berichtet die „Mallorca Zeitung“. Der Inselrat hatte demnach bereits im Januar der Öffnung der Burg zugestimmt. Danach sei die Gemeinde Felanitx mit der Besitzerfamilie in Kontakt getreten. Die Anlage war lange Zeit vom Verfall bedroht und für Besucher unzugänglich. Das Castell de Santueri liegt auf einem 408 Meter hohen Berggipfel etwa sieben Kilometer südöstlich von Felanitx. Sie wurde im 14. Jahrhundert auf den Resten einer noch älteren Burg errichtet. dpa

Elf Sitze in einer Reihe

Schon mit aktuell maximal zehn Sitzen in einer Flugzeugreihe fühlt sich so mancher Economy-Class-Passagier wie eine Ölsardine. Emirates plant nun sogar einen elften Sitz. Die bisherige 3-4-3 Bestuhlung auf Langstreckenflügen würde dann durch eine 3-5-3-Bestuhlung abgelöst. „Es gibt noch eine Menge Unklarheiten, aber sie wird wahrscheinlich kommen“, sagte Emirates-Chef Tim Clark der Zeitung „Arabian Business“. Größtes Problem dürfte sein, die Passagiere von dem mittlerem der fünf Sitze zu überzeugen, so Clark. Schon bislang sind die beiden mittleren Sitze der Viererreihe unbeliebt. Tsp

Geht’s noch?

Vor den Wellblechhütten stehen Sessel aus Autoreifen, gebrauchte Flaschen sind zu einer Lampe verarbeitet. Auf den ersten Blick scheint das Emoya Estate in Südafrika ein trostloser Ort zu sein. Bei näherem Hinsehen jedoch entpuppt sich die Anlage als ein Luxusresort, in dem Touristen, die einmal erleben wollen, wie es sich in Wellblechhütten so lebt, für 80 US-Dollar pro Nacht unterkommen. In „sicherer Umgebung“ natürlich. Auf die gewohnten Annehmlichkeiten müssen sie nicht verzichten; in den Hütten gibt es Internet, Strom und sogar eine Fußbodenheizung. Dailymail.co.uk zitiert den amerikanischen Satiriker Stephen Colbert wie folgt: „Im günstigsten Fall kann man das als unsensibel bezeichnen, jedoch auch als Armutsporno.“ Tsp

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