Reise : NACHRICHTEN

Russischer Luxuskurort nahe Nizza

Superreiche Russen wollen sich nach Moskauer Medienberichten an der französischen Mittelmeerküste nahe Nizza ihren eigenen Luxuskurort bauen. Das berichtete die Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ jetzt unter Berufung auf die Investoren, die Gemeinde sowie den Architekten. Demnach erwarb eine Gemeinschaft reicher Russen in dem Ort La Chaume eine Fläche von 400 Hektar. Rund 70 Kilometer von Nizza entfernt sind für Vermögende ein Luxushotel, eine sogenannte Wellness-Oase, mehrere Villen sowie rund 100 Appartements und Reiterhöfe geplant. Das Mittelmeer gehört seit langem zur bevorzugten Urlaubsregion russischer Oligarchen. Die Baukosten seien mit mindestens 200 Millionen Euro veranschlagt und würden aus Privatvermögen finanziert, sagte der Präsident der Entwicklungsgesellschaft Q-tec, Sergej Besborodow, der Zeitung. Die Behörden teilten mit, dass bisher keine Baugenehmigungen erteilt seien. Die Firma will die Formalitäten binnen sechs Monaten abschließen. Die Fertigstellung des neuen Kurorts, zu dem auch eine Sternwarte gehören soll, ist in sieben Jahren geplant. dpa

Lebensqualität in Wien

Bestes Zeugnis für die österreichische Hauptstadt: Unter 215 Metropolen rangiert Wien im internationalen Vergleich an erster Stelle, wenn es um Lebensqualität geht. Das Beratungsunternehmen Mercer erstellt jährlich eine Vergleichsstudie zur „Bewertung der Lebensqualität“. Zürich, Tabellenführer der vergangenen Jahre, belegt nun Platz 2 gefolgt von Genf auf Platz 3. Das Schlusslicht unter den Weltstädten bildet erneut Bagdad. Insgesamt sechs deutsche Metropolen befinden sich unter den ersten 30 gelisteten Großstädten: Düsseldorf (Rang 6), München (Rang 7) und Frankfurt am Main (Rang 8), Berlin (Rang 16), Nürnberg (Rang 23) und Hamburg (Rang 28). Tsp

Werben für Deutschland

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) und die Deutsche Welle (DW) haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Die DZT will die Fernsehkompetenz des Auslandsrundfunks für ihre Zwecke nutzen: Als einziger Fernsehanbieter produziert die DW mit „hin & weg“ ein Reisemagazin, das ausschließlich deutsche Reiseziele vorstellt. Die beiden aus Steuermitteln finanzierten Unternehmen wollen gemeinsam Themen ermitteln, die sowohl den Schwerpunkten der DZT entsprechen als auch ins redaktionelle Konzept von DW-TV passen. Tsp

Wertvolle Fahrradtouristen

Der Fahrradtourismus in Deutschland hat sich nach Branchenangaben zu einem milliardenschweren Markt entwickelt. Durch radelnde Urlauber kämen vor allem in Gastgewerbe und Einzelhandel jährliche Umsätze von knapp 3,9 Milliarden Euro zusammen, teilte der Deutsche Tourismusverband (DTV) auf Basis einer Studie mit. Die Ausgaben für Bau und Erhalt von Radwegen sowie für den Kauf von Fahrrädern und Zubehör dazugerechnet, wären es mehr als neun Milliarden Euro. DTV-Präsident Reinhard Meyer erwartet weiteres Wachstum für dieses Tourismus-Segment. Tsp

Zu viele Kilo auf der Brücke

Weil ein dicker deutscher Urlauber auf einer Brücke gestürzt ist, muss ein österreichischer Gemeindebürgermeister zahlen. Das Landgericht Salzburg verurteilte den Bürgermeister der kleinen Gemeinde Unterach am Attersee wegen fahrlässiger Körperverletzung zur Zahlung von mehreren tausend Euro Strafe und Schmerzensgeld, berichtete der ORF auf seiner Internetseite. Der füllige deutsche Tourist war vor zwei Jahren zum Wandern am Attersee unterwegs gewesen. Auf einer kleinen Brücke in der Burggrabenklamm rutschte er aus und prallte gegen das Geländer. Dieses brach unter der Last des 115-Kilo-Mannes durch, der Mann fiel hin und brach sich den Knöchel. Die Staatsanwaltschaft machte den Bürgermeister und seinen Vorgänger als Verantwortliche aus, da sie für die Erhaltung der Wege verantwortlich sind.

Beide wollen gegen das Gerichtsurteil Berufung einlegen. Sie erhalten Unterstützung von Amtskollegen in der Region. Nach solch einem Urteil müssten die Gemeinden konsequenterweise alle Brücken abbauen oder die Wege sperren, resümierte der ORF. dpa

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