Reise : Nackte Tatsachen

Was zu viel ist, ist zu viel. Und ein Zuviel kann auch zu wenig sein. So sehen es zumindest die Stadtväter im süditalienischen Städtchen Vietri sul Mare. Zu viel nackte Haut beziehungsweise zu wenig Stoff am Körper führt dort jetzt zu großem Ärger und wird zum Tabu erklärt.

Es gibt sie eigentlich überall: Touristen, die es nicht für nötig halten, sich etwas überzuziehen, sobald sie vom Strand ins Hotel gehen oder zu einem Stadtbummel aufbrechen, um dort beispielweise einen Kaffee zu trinken oder einzukaufen. Doch im sittenstrengen Vietri sul Mare in der Provinz Salerno ist damit nun Schluss. Der Bürgermeister hat laut Medienberichten das Tragen von Badekleidung außerhalb des Strandes unter Strafe gestellt. Bis zu 500 Euro müssten Touristen und Einheimische zahlen, wenn sie den sandigen Bereich verließen, ohne sich etwas überzuziehen. Der Kampf gegen zu viel Nacktheit soll das Image der Stadt an der Amalfiküste verbessern, heißt es in Berichten über die skurrile Verordnung. Das Gesetz gebe es bereits seit einigen Jahren, es solle jetzt aber verstärkt durchgesetzt werden. dpa

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