Einreisegebühr : 14 Dollar für die USA

Wer als Tourist in die USA reisen will, muss seit Januar 2009 eine elektronische Reisegenehmigung (ESTA) einholen, bisher kostenlos. Wer sich sputet, kann noch die Einreisegebühr sparen.

Florian Sanktjohanser

Ab dem 8. September kostet dieser Online-Antrag nun 14 Dollar (rund 11 Euro). Das Auswärtige Amt und die Botschaft der USA in Berlin erklären, was beim Bezahlen der Gebühr zu beachten ist – und wie sie sich noch umgehen lässt.

Wer muss die Gebühr bezahlen? Jeder, der ohne Visum per Flugzeug oder Passagierschiff in die USA einreist und bis zu 90 Tage bleibt. Also auch Kinder. Wird der Antrag abgelehnt, sind lediglich vier Dollar für die Bearbeitung zu zahlen. Wer länger als 90 Tage bleiben oder in den USA studieren oder arbeiten will, benötigt ein Visum. Ein Schlupfloch bietet die Einreise auf dem Landweg von Mexiko oder Kanada aus: An der Grenze müssen Reisende weder eine elektronische Einreiseerlaubnis vorlegen noch ein Visum.

 Wie stelle ich den ESTA-Antrag? Der Antrag kann nur unter einer einzigen Online-Adresse gestellt werden: https://esta.cbp.dhs.gov. Diese sollte direkt in den Browser eingegeben werden. Wer den Begriff „ESTA“ in eine Suchmaschine eingibt, erhält als erste Suchtreffer häufig nicht autorisierte Anbieter angezeigt, die wie offizielle Seiten aufgemacht sind. Diese verlangen für die Anmeldung aber eine zusätzliche Gebühr.

 Wer selbst keinen Internetanschluss besitzt, kann den Antrag von einem Reisebüro, Freunden oder Verwandten stellen lassen. Der Antrag sollte spätestens 72 Stunden vor Reisebeginn abgeschickt werden. Noch bis einschließlich 7. September ist die Anmeldung kostenlos.

Wer noch nicht genau weiß, wann er in die USA reist, trägt bei den Reisedaten „unknown“ ein. Sie lassen sich später kostenlos aktualisieren.

Wie wird die Gebühr bezahlt?  Sie kann grundsätzlich nur über Kreditkarte im Internet bezahlt werden. Akzeptiert werden die Karten Mastercard, Visa, American Express und Discover. Wer keine Kreditkarte besitzt, kann die Gebühr von Dritten oder einem Reisebüro begleichen lassen. Die US-Behörden verschicken die Reiseerlaubnis in der Regel kurzfristig per E-Mail. Ein Ausdruck kann sicherheitshalber mitgenommen werden.

Wenn die Anmeldung akzeptiert wurde, ist die Genehmigung zwei Jahre gültig. In dieser Zeit darf der Inhaber so oft einreisen, wie er will. Was passiert, wenn die Genehmigung nicht erteilt wird? Wer keine elektronische Einreiseerlaubnis erhält, muss seinen USA-Urlaub nicht gleich stornieren. Er kann sich auch noch bei der US-Botschaft oder dem zuständigen Generalkonsulat um ein Visum bewerben. (dpa)

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