Reise : Ohne Gummitier: Vorsicht beim Planschen im Meer

Eltern sollten Kleinkinder beim Baden am Strand nicht aus den Augen lassen. Schon in wenigen Sekunden könnten sich die Jüngsten in eine gefährliche Situation bringen, sagt Peter Sieman von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bad Nenndorf. „Beim Spielen am oder im Wasser ist deshalb das Tragen von Schwimmflügeln oder einer Schwimmweste Pflicht.“ Die Gefahren des Meeres seien vielfältig: Wellen könnten kleine Kinder leicht umwerfen, und auch Unterströmungen seien gefährlich. Bereits vor der Reise sollten Eltern sich deshalb bei ihrem Reiseveranstalter nach der Sicherheit des Strandes erkundigen. „An einem sicheren Strand sind Rettungsschwimmer stationiert“, erklärt Sieman. Wichtig sei außerdem, ob das Ufer flach oder steil abfällt. Ob an einem bestimmten Ort weitere Gefahren wie etwa Unterströmungen lauern, könnten meist Hotelangestellte oder Einheimische beantworten.

Vom Wasserspaß mit aufblasbaren Gummitieren rät Experte Sieman nicht generell ab. „Solange die Kinder sich im flachen Wasser befinden, sind diese Spielzeuge kein Problem“, sagte er. Eltern müssten trotzdem achtgeben: Strömungen ließen Kinder auf Gummitieren oder Luftmatratzen schnell abtreiben. Und weil die bunten Tiere schon mal die Luft verlieren, seien sie kein Ersatz für eine Schwimmsweste.

Generell gilt: Auch wenn Kinder beim Baden beaufsichtigt werden, sollten sie nicht zu lange im Wasser bleiben. „Die Kleinen kühlen sehr schnell aus“, erklärte Sieman. Zu heiß werde es oft um die Mittagszeit: „Zwischen 11 und 15 Uhr sollten Kinder sich im Schatten aufhalten.“ Und damit die Kleinen zwischen den Liegen nicht verloren gehen, könnten Eltern ihnen ein Plastikarmband mit der Telefon- oder Strandkorbnummer um das Handgelenk binden. So weiß der Rettungsschwimmer, wohin sie gehören. dpa

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