Reise : Pilzkopf-Kult: „Beatlemania“ in Hamburg

Dorit Koch

In Hamburg sagt man „Yeah!“: Die Beatles haben eine neue Adresse an der Reeperbahn. Nur einen Gitarrenwurf entfernt vom Beatles-Platz zeigt die Erlebniswelt „Beatlemania“ Kultiges, Kitschiges und Kurioses rund um die berühmten Pilzköpfe. Das „Yellow Submarine“ schwebt diesmal oben – zehn Meter lang und gleich über dem Eingang des Museums. Dahinter beginnt eine Zeitreise in die 60er Jahre – vom ersten Beatles-Plattenvertrag bis hin zum Merchandising- Wahn in Form von Wackelfiguren und Damenstrümpfen mit dem Konterfei der „Fab Four“. „Wir wollen einen Teil des Beatles-Kosmos erlebbar machen“, sagt Sprecher Bernd Zerbin.

Zwei Jahre lang – mit Unterbrechungen – standen die Beatles nach ihrem ersten Konzert am 17. August 1960 in Hamburg in den Clubs rund um Reeperbahn und Große Freiheit auf der Bühne. Immer mehr entwickelten sie sich zu Lokalmatadoren. Als Harrison im November 1960 ausgewiesen wurde, weil er erst 17 Jahre alt war, traten die Beatles erstmals zu viert auf. Schlagzeuger Best wurde dann kurz vor dem Durchbruch der Beatles 1962 mit „Love Me Do“ durch Ringo Starr ersetzt. In der „Beatlemania“ kann man sie alle fünf auf alten Schwarz-Weiß-Fotos noch einmal sehen.

Im „Yellow Submarine“ vermischen sich Song und U-Boot-Geräusche, im „Abbey Road Studio“ wird man Zeuge einer Aufnahmesession der Beatles und im Kinosaal erlebt man die Hysterie, die die „Fab Four“ ausgelöst haben. Dorit Koch

Adresse: Nobistor 10, 22767 Hamburg

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