Planung : Der verdoppelte Urlaub

Mit 22 über das Jahr verteilten Urlaubstagen können Arbeitnehmer 2011 insgesamt 46 freie Tage herausholen – in einigen Bundesländern noch deutlich mehr.

Max Richard
San Francisco, zum Beispiel. Brückentage könnte man – bei schwachem Dollar – zünftig auf der Golden Gate Bridge feiern. Foto: Cary Bass
San Francisco, zum Beispiel. Brückentage könnte man – bei schwachem Dollar – zünftig auf der Golden Gate Bridge feiern. Foto: Cary...

Die Bundesbürger sollten ihre Urlaubsplanung 2011 daher eng mit den Feiertagen in ihrem Bundesland abgleichen.

Wer die Urlaubplanung bereits jetzt mit dem Arbeitgeber abstimmen muss, kann auch bei der Reisebuchung Vorteile nutzen. Viele Reiseveranstalter bieten Schnellentschlossenen sogenannte Frühbucherrabatte an. Der durchschnittliche Nachlass liegt 2011 zum Beispiel bei Tui in den Mittelmeerländern bei 55 Euro pro Person.

Früh buchen lohnt sich auch, weil Urlauber so noch die Auswahl aus dem gesamten Angebot haben. Viele Reisen sind schon jetzt buchbar. Die Kataloge der meisten Reiseveranstalter liegen bereits in den Reisebüros.

Als zusammenhängende Zeiträume sind vor allem die „festen“ Feiertage im Frühjahr und Juni attraktiv (Ostern: 22. bis 25. April, Christi Himmelfahrt: 2. Juni, Pfingsten: 13. Juni).

Wer nicht auf Schulferien angewiesen ist, für den sind traditionell Christi Himmelfahrt und Pfingsten attraktive Urlaubszeiträume. Mallorca ist zum Beispiel im Frühsommer ein ideales Ziel für Wanderer oder Radfahrer. Mit durchschnittlichen Wassertemperaturen um 21 Grad lohnt sich jedoch auch ein Aufenthalt in einem Badehotel.

Im Juni werden so in der Zeit vom 3. bis 13. Juni aus sechs Urlaubstagen zwölf Tage Freizeit – oder in der größeren Variante vom 30. Mai bis 10. Juni aus neun Urlaubstagen 17 freie Tage am Stück. Rund um Ostern ergeben acht Urlaubstage 16 freie Tage.

Ansonsten sind 2011 für viele Reisefreunde verlängerte Wochenenden angesagt, denn im weiteren Jahresverlauf ist die „Brückentags-Ausbeute“ nicht wirklich groß. So fallen beide Neujahrstage (2011 und 2012) auf das Wochenende. Das Gleiche gilt für den „Tag der Arbeit“ am 1. Mai sowie den 1. Weihnachtsfeiertag, beides Sonntage. Für Weihnachts- und Silvesterreisen müssen daher mehr Urlaubstage eingeplant werden.

Allerdings gilt auch: Deutschland uneinig Feiertags-Land. So variiert die Anzahl der Feiertage unter den 16 Bundesländern aus konfessionellen Gründen stark. In elf Ländern gibt es zusätzliche Feiertage.

Besonders gut haben es 2011 erneut die Bayern, die sich über vier zusätzliche Feiertage unter der Woche freuen (Heilige Drei Könige, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt, Allerheiligen). Es folgen Baden-Württemberg und das Saarland mit drei sowie Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit noch zwei zusätzlichen Feiertagen. Immerhin noch einen freien Tag mehr haben Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Leer gehen viele Nordländer aus: Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

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Berlin

Winter: 29. Januar bis 6. Februar

Ostern: 16. April bis 1. Mai

Sommer: 29. Juni bis 15. August

Herbst: 1. bis 16. Oktober

Weihnachten: 23. Dezember bis 3. Januar 2012

unterrichtsfrei: 3. und 6. Juni (Himmelfahrt) sowie 13. Juni (Pfingsten)

Brandenburg
Winter: 29. Januar bis 6. Februar

Ostern: 20. April bis 1. Mai

Sommer: 30. Juni bis 14. August

Herbst: 1. bis 16. Oktober

Weihnachten: 23. Dezember bis 3. Januar 2012

unterrichtsfrei: 3. und 6. Juni (Himmelfahrt), 13. Juni (Pfingsten), 31. Oktober

Bei den Ferienterminen ist der jeweils erste und letzte freie Tag genannt.

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