RÄTSELN & Reisen : London lockt: Fünf Tage in der englischen Metropole

In der Riesenradgondel über Westminster aufsteigen, durch ein Meer bunter Verkaufsstände von Camden Market schlendern – lernen Sie London aus den unterschiedlichsten Perspektiven kennen.

Die beiden Gewinner des Reiserätsels fliegen mit Easyjet (nach Absprache) von Berlin-Schönefeld aus nach Luton. In London ist für vier Nächte ein Zimmer in einem der drei preisgünstigen, jedoch zentral gelegenen Easy-Hotels in Kensington, Victoria oder Earl’s Court reserviert. Um sich problemlos durch die 7,5-Millionen-Metropole bewegen zu können, erhält das Gewinnerpaar auch eine „London Travel Card“, mit der öffentliche Verkehrsmittel gratis genutzt werden können. Wer den Metropolentrip gewinnen möchte, muss die folgenden fünf Fragen richtig beantworten – und etwas Glück haben.


1. PERSPEKTIVISCHES

London war stets geteilt. „Im Westen der Glanz, im Osten das Elend“, hieß es. Das war einmal. Die ehemals heruntergekommenen Hafenanlagen der Docklands glitzern mittlerweile: Bürotürme, Luxus- Apartments, Yachthäfen bestimmen das Bild. Legendäre Schauplätze der sechziger Jahre wie King’s Road oder Carnaby Street sind verblasst und werden mit derselben Sentimentalität behandelt wie viktorianische Denkmäler. Am besten, man lässt sich von einem Taxifahrer Geschichten über die snobistischen Clubs von Pall Mall erzählen oder über die Gaukler in Covent Garden. Und wenn die Driver nett sind, kutschieren sie einen ohne langes Gerede zum schönsten Aussichtspunkt an der Themse – es ist ein Riesenrad, 135 Meter hoch und damit (noch) das höchste Europas. Wie heißt es?


2. MULTIKULTURELLES

In London kann man gewissermaßen Kontinente mit der U-Bahn durchqueren. Manchmal liegen die Viertel der Immigranten nur wenige Stationen voneinander entfernt – wie etwa das Quartier der fußballseligen Portugiesen in Vauxhall und das Afrikaner- und Karibenviertel in Brixton. Mehr als 300 Sprachen sind in den Londoner Stadtbezirken, den Boroughs, zu finden. Fast jeder dritte Londoner hat keine weiße Hautfarbe. Die Stadt ist groß – und überaus tolerant. Und so haben in Stamford Hill auch Angehörige einer Religion ihren Platz gefunden, deren Männer man an fransigen Bärten und schwarzen Hüten erkennt. Um welche Gemeinde im Stadtbezirk Hackney handelt es sich?


3. BUNTES

Markt-Liebhaber zieht es in London unweigerlich an die U-Bahn-Station „Camden Town“. Wenn man aus dem Zug steigt, erstreckt sich nach einem kurzen Spaziergang ein riesiger Trödelmarkt. Für das Bummelvergnügen zwischen Kuriositäten, Antikem und Kitsch sollte man gut und gern einen halben Tag einplanen. Für ein weiteres Stadterkundungsabenteuer können sich Besucher von hier aus nach „Little Venice“ auf den Weg machen. Dazu allerdings steigt man nicht in die U-Bahn, sondern nimmt ein Boot, das über einen bekannten Kanal direkt dorthin fährt. Wie heißt dieser Wasserweg im Zentrum Londons?

4. ZENTRALES

Modernität mit spätkolonialer Aura – dafür steht Londons Stadtbezirk Westminster. Wer sich durch das Herz Londons treiben lässt, trifft auch heute noch den Herrn mit Melone auf dem Kopf und der „Times“ unterm Arm, der in seinen Club am St. James Park eilt. Hier, wo auf dem zweitgrößten Finanzplatz der Erde täglich Milliarden bewegt werden, gibt man den erworbenen Reichtum auch gern aus. Zum Beispiel in den Auktionshäusern des Westends, bei Christie’s und Sotheby’s. Volkes Stimme hingegen hört man an der Speaker’s Corner im Hyde Park. Hier predigten schon Marx und Orwell gegen die Ungerechtigkeit. Doch London hat auch Schöngeistiges im Angebot. In der National Gallery am Trafalgar Square kann man sich an den Licht- und Farbspielen von William Turner berauschen. Wer sich dann nach so einem Tag erschöpft niederlassen will, sollte das Bar- und Lokalviertel im Westend aufsuchen und dort vielleicht eine Peking-Ente in Chinatown probieren. Wie heißt dieses Viertel?

5. FALSCHES

London ist auch die Metropole der Theater. Und wer als Bühnenfreund die Stadt durchstreift, stößt auf mancherlei Ungewöhnliches.

In „Klein-Venedig“ im Ortsteil Maida Vale von Westminster liegen viele schmale Kanalschiffe am Ufer. Behausungen, die nicht nur zum Wohnen genutzt werden. Hier ankert auch ein schwimmendes Marionettentheater, die „Puppet Theatre Barge“. Für Groß und Klein werden in dem Hausboot schon seit mehr als 20 Jahren Äsops Fabeln von den Figuren am Faden aufgeführt. Die beliebten Vorstellungen auf den schwankenden Planken sind eine Institution in der Stadt.

Winzig, aber in den Medien mit großem Interesse behandelt, ist die Experimentalbühne „The Room“ – Das Zimmer in Notting Hill. Das Room-Theatre ist nach dem gleichnamigen Stück des Londoner Dramatikers und Nobelpreisträgers Harold Pinter benannt. Hier wird vorwiegend absurdes Theater gespielt, von Autoren wie Beckett oder Ionesco. Die Besonderheit des Theaters: Die kleine Zuschauergruppe sitzt nicht vor der Bühne, sondern ist in dem engen Saal gewissermaßen im Stück selbst platziert – inmitten der Schauspieler.

Das Theater, wo die Stücke Shakespeares bereits zu dessen Lebzeiten aufgeführt wurden, hieß „Globe Theatre“. Nahe der Themse befindet sich jetzt ein Nachbau, wo auch heute Hamlet und Macbeth gegeben werden. Man spielt unter Stroh. Das „Globe“ ist das einzige Gebäude mit Reetdach in ganz London.

Was ist falsch? asw

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