RÄTSELN & Reisen : Siebenbürgische Kultur entdecken in Sibiu

In dieser Woche gibt es eine Reise nach Sibiu/Hermannstadt zu gewinnen, die europäische Kulturhauptstadt 2007.

Sibiu
Der historische Stadkern von Sibiu/Hermannstadt. -Foto: ddp

In dieser Woche gibt es eine Reise nach Sibiu/Hermannstadt zu gewinnen, die europäische Kulturhauptstadt 2007. Vom 28. Juni bis 2. Juli kann der Gewinner mit einer Begleitperson im Rahmen einer Hörerreise von Radio Multikulti die Stadt entdecken. Begleitet wird die Gruppe von Radio-Multikulti-Moderatorin Brigitta Gabrin, die in Sibiu aufgewachsen ist.

1. GEOGRAFISCHES

Für Hermannstadt spielte die deutschsprachige Minderheit eine große Rolle, schließlich wurde die Stadt von diesen Siedlern gegründet. Die Volksgruppe nannten die Stadt erst Hermannsdorf, später dann Hermannstadt. Die Rumänen ordneten später den Namen Sibiu an. Während um 1910 etwa 250 000 Menschen dieser Volksgruppe in der Region lebten, sind es heute noch etwa 15 000. Wie heißt diese deutsche Volksgruppe?

2. PROMINENTES

Schässburg, auf Rumänisch Sighisoara, zählt zu den schönsten Städten des Landes und ist eine der wenigen bewohnten Burgstädte Europas. Die Bewohner sind stolz auf die lange Geschichte der Stadt, besonders auch auf einen ihrer Mitbürger: Hermann Oberth (1894–1989). In Hermannstadt geboren, wuchs er in Schässburg auf und verbrachte dort die ersten Jahre seines Arbeitslebens. In Schässburg gibt es einen Platz, der nach ihm benannt ist. Das hat seinen Grund, denn Hermann Oberth gilt als Vater eines wissenschaftlich-technischen Gebietes. Welches war Oberths Fachgebiet?

3. LITERARISCHES

Schässburg ist auch die Heimat von Dracula. Der historische Graf Dracula, der 1431 geborene Vlad Drãcuela, hat mit der blutsaugenden Romanfigur aber nicht viel gemein. Die Legende von Dracula entstand erst nach seinem Tod. Ein britischer Schriftsteller griff die unheimlichen Gerüchte und Geschichten um den Grafen auf und dichtete einiges dazu. So entstand die Legende vom blutrünstigen Graf Dracula aus Transsilvanien. Der britische Schriftsteller starb übrigens 1912 arm und weitgehend unbekannt. Wie heißt der Autor von „Dracula“?

4. AUSGEWÄHLTES

In Sibiu hofft man durch den europäischen Kulturhauptstadttitel 2007 auf ein besseres Image, nicht nur für die Stadt, sondern für ganz Rumänien. Da stört es auch nicht, dass sich Sibiu den Titel mit einer anderen Stadt teilen muss. Konkurrenz zwischen beiden gab es nicht. Die Partnerstadt unterstützte sogar die Bewerbung von Sibiu, weil es kulturgeschichtliche Verbindungen gibt. Mit welcher Stadt teilt sich Hermannstadt den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2007“?

5. FALSCHES

Die multikulturelle Vielfalt Siebenbürgens hat auch zahlreiche Sitten und Bräuche hervorgebracht, die noch weitgehend gepflegt werden. Zum Beispiel den Brauch Martisorul. Dabei wurden früher Kindern als Glücksbringer zwei unterschiedliche Schnüre um die Hand geflochten. Heute wird den Schnüren ein silbernes Geldstück hinzugefügt, und man bindet es jetzt nicht mehr Kindern, sondern Mädchen und Frauen um, die es dann eine Woche lang tragen.

Ein anderer Brauch ist die Gespensternacht. Die Nacht vom 29. auf den 30. November wird auch als die Nacht des heiligen Andreas bezeichnet. In dieser Nacht sollen sich manche Tote in Wölfe verwandeln. Diese können aber mit Knoblauchbrötchen gezähmt werden. Deshalb wird auch das ganze Haus mit Knoblauch eingerieben.

Knoblauch wird auch genutzt, um die Fruchtbarkeit zu steigern. Dafür tragen Frauen mit Kinderwunsch einen Knoblauchgürtel, gespickt mit Koriandersamen. Rund 100 Zehen werden zu einer Paste zerdrückt, diese wird mit etwas Koriander versehen und in ein Leinentuch gestrichen. Das Tuch wird dann um den Bauch gebunden. Allerdings – und das ist ganz wichtig – nur in Vollmondnächten.

Was ist falsch? (ajö)

0 Kommentare

Neuester Kommentar