RÄTSELN & Reisen : Verwunschene Pfade, geheime Fließe: Entdeckungen im Spreewald

Eine der ungewöhnlichsten Landschaften von ganz Mitteleuropa liegt nur etwa 100 Kilometer südöstlich von Berlin: der Spreewald. Zu zweit fahren Sie mit einem Regionalzug nach Vetschau in den Oberspreewald. Dort wartet „Rosalinde“, ein kleiner Oldtimerbus, und bringt Sie zum Resort & Spa „Zur Bleiche“. Inmitten des Binnendeltas der Spree liegt dieses gediegene Luxushotel. Zwei Nächte können Sie im privat geführten Hotel „Zur Bleiche“ gewinnen, inklusive Frühstückbuffet und zwei mehrgängigen Dinnern. Die beliebteste Art, den Spreewald zu entdecken, ist eine Fahrt mit dem traditionellen Kahn. Solch ein Erlebnis gehört auch zum Gewinn, eine Anlegestelle befindet sich gleich an der „Blauen Grotte“, einem der Hotelrestaurants. Über 270 Kilometer befahrbare Wasserwege können angesteuert werden.

Um die Reise zu gewinnen, müssen Sie alle fünf Fragen richtig beantworten und etwas Glück haben.

1. LOKALES

In über 300 Fließe teilt sich hier die Spree, bildet ein von Inseln, Wiesen und Mooren durchzogenes Gebiet, das 75 Kilometer lang und etwa 15 Kilometer breit ist – deutlich größer als Berlin. In der Wasserwelt des Biosphärenreservats Spreewald tummeln sich seltene Tierarten wie Otter oder Biber. Von einem 29 Meter hohen Aussichtsturm hat man einen schönen Blick auf die weitläufigen Auen. Wie heißt dieser Turm in Burg?

2. SORBISCHES

Im Spreewald wird das Sorbische noch im Alltag gesprochen, und man schätzt, dass es zwischen der Nieder- und der Oberlausitz noch rund 30 000 aktive Sprecher dieser slawischen Sprache gibt. Erstaunlich lange haben sich Sprache und Kultur der nationalen Minderheit der Sorben in Deutschland gehalten. Immerhin wurden die sorbischen Stämme bereits im 10. Jahrhundert christianisiert. Aber bis auf den heutigen Tag werden alte Bräuche wie das „Zampern“ gepflegt. In vielen Dörfern ziehen zur Fastnacht Jungen und Mädchen von Haus zu Haus und sammeln Eier, Speck und Kleingeld ein. Doch unter welcher anderen Bezeichnung sind die Sorben eigentlich noch bekannt?

3. GESUNDES

Das Reich des Wassers im Spreewald ist auch das Reich der Gesundheit. Zwischen Pferdekoppeln, Auwäldchen und Wasserarmen findet man ein Wellnesshotel wie die „Bleiche“ mit luxuriösen Spa-Bereichen ebenso wie die großzügige Badeanlage der Spreetherme. Bei der Körperpflege setzt man dort auf die in der Spree vorkommende vierzellige Süßwasseralge Scenedesmus quadricauda. Sie birgt Vitamine und Mineralien. Deshalb wird die Spreealge auch in Massageölen, Körperpackungen und Saunaaufgüssen verarbeitet. Gut für die Haut und entspannend für den Kreislauf sind ebenso die Sprudelbecken mit dem solehaltigen Thermalwasser, das in Burg aus 1350 Meter Tiefe heraufdringt. Welche Temperatur hat das Thermalwasser aus dem Untergrund des Spreewaldes eigentlich, wenn es in der Therme von Burg in die Whirlpools strömt?

4. WÄSSRIGES

Bis in die 60er Jahre waren weite Gebiete des Spreewaldes nur im kiellosen Holzkahn erreichbar. Mit drei bis vier Meter langen Stangen aus Eschen- oder Eichenholz – den „Rudeln“ – staken sich bis heute die Kahnfahrer durch die seichten, manchmal kaum 50 Zentimeter tiefen Gewässer. In der warmen Jahreszeit sind die Kahnfährhäfen von Lübben, Lübbenau und der Streusiedlung Burg stark frequentiert. Wer lieber auf einsamen Pfaden durch die schattige Sumpflandschaft gleitet, sollte von Randdörfern wie Straupitz oder Raddusch aus seine Kahnpartie starten. Bei solchen Wasserwanderungen stellt man schnell fest, dass Kahnfahren im Spreewald keineswegs nur Folklore ist. Während der Ernte schwimmen immer wieder beladende Kähne mit Kürbissen und Gurken vorbei. Auch ein Wurzelgemüse wird da transportiert, das überall im Spreewald als Delikatesse angeboten wird. Welches ist das?

5. FALSCHES

Neben dem Kahn gibt es im Binnendelta noch ein anderes Fortbewegungsmittel, mit dem Besucher entlegenere Gebiete erreichen: das Fahrrad. Ein 250 Kilometer langer Radwanderweg führt durchs Biosphärenreservat. Damit sich ortsfremde Freizeitpedalisten nicht zwischen den Wasserarmen und Mooren verirren, hat man an den Bäumen regionaltypische Wegmarkierungen angebracht: radelnde Gurkenmännchen.

Doch was nützt Einheimischen ein Gurkenmännchen, wenn es plötzlich nicht mehr weitergeht, weil ein Flusslauf den Weg versperrt? Schon die alten Wenden im Spreewald, später Bauern und Förster, behalfen sich mit einer besonderen Gerätschaft. Damit erreichten sie unzugängliche Gegenden auch ohne Kahn. Die sogenannten Leiternlatscher nutzten leiternartige Gestelle, die sie auf dem Rücken trugen. Hinderte ein kleineres Fließ sie am Vorankommen, klappten sie einfach ihr Leiterngestell aus und legten es über den Dammgraben. Das Motto: „Brücken auf dem Rücken“ ist noch immer ein geflügeltes Wort im Oberspreewald.

Doch der Kahn – gewissermaßen das Wahrzeichen des Spreewaldes – ist in der weit verzweigten Wasserwelt unverzichtbar. Sogar Traktoren werden von den Gehöftinseln manchmal auf Doppelkähnen befördert und schwimmen an überraschten Touristen vorbei.

Was ist falsch? asw

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