RÄTSELN & Reisen : Winterspaß in Oberstdorf

Wenn in den Alpen schönstes Winterwetter angekündigt ist, braucht man in Berlin nicht neidisch zu werden. In zweieinhalb Stunden sind die Urlaubsgäste von Tegel aus auf den verschneiten Pisten in der Zweiländer-Skiregion Oberstdorf-Kleinwalsertal. Das Gewinnerpaar wird mit Tuifly von Berlin aus nonstop zum Allgäu-Airport nach Memmingen fliegen. Dort wartet der Transferbus nach Oberstdorf, der die Gäste ins Vier-Sterne-Alpenhotel Tiefenbach bringt. Sieben Übernachtungen inklusive Frühstück gehören zum Gewinn, außerdem ein Sechs-Tage- Skipass für 120 Pistenkilometer.

Unter dem Motto „Schnee bewegt“ kann jeder so ein – extra von Oberstdorf geschnürtes – Reisepaket buchen. Im größten Skigebiet am Nordrand der Alpen bringt zum Beispiel Deutschlands modernste Einseilumlaufbahn die Skifahrer aufs Fellhorn. Auf der österreichischen Seite lässt sich im Skizirkus die Kanzelwand erkunden. Diese Wintersportregion bietet 8 Kabinen-, 14 Sesselbahnen und 12 Schlepplifte. Sie führen unter anderem auf das Söllereck, den Ifen oder das Nebelhorn. Nach einem anstrengenden Sporttag kann man sich in den Saunen der Oberstdorf Therme aufwärmen. Um die Reise zu gewinnen, müssen Sie alle fünf Fragen richtig beantworten – und etwas Glück haben.

1. BERGIGES

Das Tal, in dem Oberstdorf im äußersten Süden liegt, wurde einmal als „die größte Sackgasse Deutschlands“ bezeichnet. Vor allem ist es wohl die schönste. Wer an einem klaren Wintertag auf der Bergstation des Nebelhorns in 2224 Meter Höhe rundum in die weißblaue Schneelandschaft der Alpen schaut, hat 400 Gipfel im Blick. Drei Viertel der Gemeinde sind Landschafts- oder Naturschutzgebiete, durch die ein ausgedehntes Wanderwegenetz von 200 Kilometern auch in entlegene Seitentäler führt. Doch wie hoch ist eigentlich der höchste Allgäuer Berg auf deutschem Boden, die Hochfrottspitze?

2. SPRUNGHAFTES

Er steht in Oberstdorf, ist gut drei Meter lang, wiegt acht Zentner und weist Schuhgröße 480 auf – der größte Skistiefel der Welt. Dieses gigantische Schaustück ist Symbol für die Wintersportleidenschaft der Oberstdorfer und zeigt eine Vorliebe für Superlative. 48 Liftanlagen und Deutschlands längste Abfahrt am Nebelhorn machen das schneesichere Skigebiet zu einem besonderen Erlebnis. Vom Rodeln übers Snowboarden bis hin zum Eisklettern reicht die Palette. Und wer Lust auf Fliegen hat, kann hier Skispringen lernen. Talentierte Teilnehmer eines Skisprungworkshops können am Ende des Tages tatsächlich 15 bis 25 Meter weit von der Schanze springen. Doch zur Luftakrobatik wie bei der Skiflugweltmeisterschaft im kommenden Februar fehlt natürlich noch ein Stück. Wie heißt die 139-Meter-Skiflugschanze, die auch als „schiefer Turm“ von Oberstdorf bekannt ist?

3. TECHNISCHES

In Oberstdorf ist nicht nur Skifliegen ein großes Thema, sondern auch das Schweben in der Luftseilbahn. Um Oberstdorf herum gibt es fünf große Kabinenbahnen. Die älteste davon ist die Nebelhornbahn, die schon 1930 für Schlagzeilen sorgte – als damals längste Personenseilschwebebahn der Welt. Wenn dann die Kabine bei gutem Wetter aufwärts gleitet, breitet sich vor den Fahrgästen das Panorama der Alpengipfel aus. Rund 17 Millionen Menschen hatte die Nebelhornbahn bereits zu ihrem 75-jährigen Jubiläum 2005 auf den Berg befördert und dabei eine Strecke von 60 Erdumrundungen zurückgelegt. Da überrascht es nicht, dass das einstmals so bestaunte technische Wunderwerk auch zu einem starken Wirtschaftsmotor geworden ist. Doch wie heißt die Bergseilbahn mit der größten Kabine in der Zweiländer-Region Oberstdorf/Kleinwalsertal?

4. RITUELLES

Zu den Sitten aus vorchristlicher Zeit gehört in der Oberstdorfer Region auch der „Wilde Mändle-Brauch“. Deutschland ältester Kulttanz aus keltischen Tagen wird dort alle fünf Jahre aufgeführt. Die Kostüme der Tänzer bestehen aus Tannenbart, einer hochalpinen Moosflechte. Das verleiht ihren Trägern das Aussehen uralter Berggeister. Ihr Stampftanz, der ursprünglich von Trommeln und Pfeifen begleitet war, entwickelt sich zunehmend zu einem touristischen Spektakel. Desgleichen das sogenannte Klausentreiben am Nikolaustag. Mit Hirschgeweihen und Ochsenhörnern auf dem Kopf wollte man früher die bösen Dämonen des Winters vertreiben. Heute ziehen Jugendliche am 6. Dezember in Fellen und Ledergewändern durch die Straßen. Wer ihnen begegnet, riskiert eine kräftige Abreibung mit Schnee oder der Rute. Allerdings wacht der Heimatverein darüber, dass es bei einer lustigen Gaudi bleibt. Am 4. Dezember gibt es ein entsprechendes Ereignis ebenso auch für junge Mädchen. Wie heißt dieses Fest, bei dem sie als Hexen verkleidet durchs Dorf streifen?

5. FALSCHES

Oberstdorf ist der südlichste Ort Deutschlands und gehört auch zu den Zipfelorten, die Deutschlands Grenzen markieren. Vertreter der vier Zipfelorte im Westen, Norden, Osten und Süden treffen sich regelmäßig zum Zipfelgipfel, um über den Zipfelpakt zu beraten, den sie 1999 feierlich unterschrieben haben. Der Pakt soll die Zusammenarbeit der Zipfelorte fördern. Dazu gehört ein abgestempelter Zipfelpass, den die Besucher aller vier Zipfelorte vorlegen können, um ein Geschenk aus lokalen Produkten zu erhalten.

Oberstdorf grenzt auch an eine Urlaubsregion, die einerseits deutsches Wirtschaftsgebiet ist, andererseits österreichisches Staatsgebiet – das Kleinwalsertal. Dieser merkwürdige Doppelcharakter hat seine Ursache darin, dass das Kleinwalsertal von der österreichischen Seite her gar nicht zugänglich ist, sondern auf der Straße nur über das deutsche Oberstdorf erreicht wird. Es ist eine Enklave im Alpenraum.

Überhaupt spielt Oberstdorf wirtschaftstouristisch eine prägende Rolle im Südallgäu. Um die Skisprungtradition aufrechtzuerhalten und dem Schanzensterben gerade kleiner örtlicher Sprungschanzen entgegenzuwirken, wurde im vergangenen Jahr die Bruno-Biehler-Stiftung gegründet. Ihr kommt der neu eingeführte „Schanzengroschen“ von jedem Oberstdorf-Urlauber zugute, mit dem der Bau neuer 50-Meter-Schanzen finanziert werden soll.

Was ist falsch? asw

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