RÄTSELN & Reisen : Zwischen Ventspils und Riga – Lettland entdecken

Wie wär’s mit einer Schiffsreise nach Lettland? Sie fahren mit Ihrem eigenen Pkw nach Rostock, rollen an Bord und beziehen eine Kabine auf der Scandlines-Fähre. Nach 27 Stunden auf See kommen Sie in der lettischen Hafenstadt Ventspils an. Sie haben Gelegenheit, sich die gut restaurierte Altstadt anzuschauen, denn für eine weitere Nacht steht Ihnen noch das Schiff als Unterkunft im Hafen zur Verfügung. Am nächsten Tag geht es weiter ins rund 150 Kilometer entfernte Riga. Nach zwei Nächten in einem Hotel in Lettlands Hauptstadt kehren Sie mit Ihrem Auto wieder zurück zur Fähre nach Ventspils. Eine Woche Lettland also, für Menschen, die es gern mobil und individuell mögen.

1. NAMHAFTES

Ventspils ist heute eine der saubersten und am schönsten herausgeputzten Städte im gesamten Baltikum. Beispiel dafür ist der Strand von Ventspils, der aufgrund der guten Wasserqualität mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet ist. Ein Großteil der bunten Häuser in der hübschen kleinen Altstadt ist saniert. Auch ein Besuch der mittelalterlichen Festung bietet sich an. In dem dort untergebrachten Museum informiert eine digitale Ausstellung über die Geschichte des Baltikums. Zudem gibt es ein sehr gemütliches Café. Die Ordensburg hat der Stadt auch ihren Namen gegeben. Der vordere Teil des Namens stammt von dem Fluss Venta. Was bedeutet Pils denn übersetzt?

2. KULINARISCHES

Beliebte lettische Getränke sind Miestins, ein Mix aus Limonade mit Honig oder Kwass, einem schwach alkoholischen Brotbier. Rigas „Schwarzer Balsam“ hingegen ist von anderem Kaliber: Der dunkle Likör besteht aus zahlreichen Zutaten wie Ingwer, Eichenborke, Bitterorangenschalen und Weinbrand. Getrunken wird er gern gemischt mit Wodka. Wem das zu hochprozentig ist, der kann auf ein kühles, gut gebrautes lettisches Bier zurückgreifen. Was heißt denn Bier auf Lettisch?

3. ZUSAMMENGELEGTES

„Land am Meer“ heißt der berühmte Badeort vor den Toren Rigas übersetzt. Der Strand ist tatsächlich sehr schön: Mehr als 30 Kilometer erstreckt er sich auf einer Landzunge zwischen der Bucht Riga und dem Fluss Lielupe. Der Name steht übrigens für eine Vielzahl kleinerer Ortschaften, die vor der lettischen Hauptstadt an der Ostsee liegen wie Bulduri, Majori oder Dubulti. Erst Ende der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurden die ehemaligen Fischerdörfer zu einer Verwaltungseinheit zusammengefasst. Mit knapp 60 000 Einwohnern zählt der berühmte Badeort heute zu den größten Städten Lettlands. Wie heißt die Stadt und der längste Strand Lettlands denn?

4. MUSIKALISCHES

In Lettland gibt es seit zwei Jahren ein eigenes Gesetz zum Schutz der Sängerfesttradition, und seit 2003 sind die Sängerfeste als einzigartige Kulturereignisse ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen. Sängerfeste gibt es in allen drei baltischen Staaten. Zu den Festivals kommen meist bis zu 25 000 Sänger und bis zu einer halben Million Besucher. Nicht jedes Jahr wird überall gesungen, die Sängerfeste werden nur alle vier bis fünf Jahre organisiert. Das diesjährige Festival fand Anfang Juli in Vilnius in Litauen statt. In welcher Stadt wird es im kommenden Jahr ausgerichtet?

5. FALSCHES

Wussten Sie, dass Richard Wagner 1837 am Theater in Riga die Stelle des Musikdirektors antrat? Und die Inspiration zu seiner Oper „Der fliegende Holländer“, die als sein Durchbruch gilt, hatte er in der lettischen Hauptstadt.

Oder war Ihnen klar, dass Kurland, das heutige Lettland, das Land war, in dem angeblich Baron Münchhausen und sein litauisches Pferd ihre Abenteuer erlebten?

Und wer weiß das schon? Auch Erich Kästner kam während eines Sommeraufenthalts 1926 eine gute Romanidee in Lettland. Im deutschsprachigen „Baltischen Wochenblatt“ wurde seinerzeit in aller Kürze mitgeteilt, dass ein kleiner Junge auf einer Bahnfahrt nach Riga bestohlen worden war. Mithilfe seiner Freunde gelang es ihm mit erstaunlichem kriminalistischen Spürsinn jedoch, den Dieb wenig später zu stellen. Die Meldung war klein, der Erfolg des Romans „Emil und die Detektive“ hingegen bekanntlich groß.

Welche Geschichte stimmt nicht? ajö

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