Reise : RECHT & REISE

Stornierter Rückflug

Hat eine Urlauberfamilie wegen schlechter Verkehrsverhältnisse bei der Anreise zum Flughafen den Hinflug zum Urlaubsziel verpasst, so haben sie als Pauschalreisende damit nicht zugleich auf den Rückflug verzichtet. Wurde der Rückflug vom Reiseveranstalter jedoch sogleich nach dem Hinflug (ohne die Familie) storniert, so hat er den von den Urlaubern separat zu buchenden Flug zu ersetzen. Das Landgericht Frankfurt am Main hielt den Reiseveranstalter für verpflichtet, nach dem ausgefallenen Hinflug noch „eine Weile zuzuwarten“, um Informationen darüber zu erhalten, warum die Passagiere nicht mitgeflogen waren. Den Rückflug sofort zu stornieren, sei übereilt gewesen. (Aktenzeichen: 2/24 S 39/07) W.B.

Schnäppchensuche nur auf Verlangen



Ein Reisebüro muss nicht alle Angebote für einen Trip durchforsten, um das Billigste zu finden, wenn der Kunde dies nicht ausdrücklich verlangt. In einem vor dem Amtsgericht München verhandelten Fall verlangte eine Frau vom Reisebüro 2 700 Euro erstattet, weil sie – selbst 15 000 Euro für die Reise zahlend – davon erfuhr, dass die gleiche Reise woanders für 13 300 Euro verkauft worden war. (Amtsgericht München, Aktenzeichen: 233 C 28416 /06) W. B.

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