Reise : Reise ins römische Reich

Panometer Dresden: Berliner Künstler Asisi lässt Kaiser Konstantin auferstehen.

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Schauen und staunen. Wie man sich Rom im Jahr 312 vorstellen kann, zeigt das Groß-Panorama ab 10. Dezember in Dresden. Foto: promo
Schauen und staunen. Wie man sich Rom im Jahr 312 vorstellen kann, zeigt das Groß-Panorama ab 10. Dezember in Dresden. Foto: promo

Erstaunliche 250 000 Besucher haben sich in nur acht Wochen von der Pergamon-Ausstellung und dem Panorama von Yadegar Asisi in der eigens dafür errichteten Rotunde auf der Berliner Museumsinsel begeistern lassen. Das inspirierende Kunstwerk Asisis lädt ein zum Schauen und Entdecken und bietet einen völlig neuen Zugang zur Antike, besser als jeder Film. Ein emotionales Erlebnis, dessen Bilder man nicht vergisst.

Asisi hat für sein Kunstwerk das Jahr 129 nach Christus gewählt, als Kaiser Hadrian die Baustelle des Trajan-Tempels in Pergamon – dem heutigen Bergama in der Türkei – besichtigte. Zu sehen ist eine heitere beschwingte griechische Welt, die vor unseren Augen wieder ersteht.

Vom 10. Dezember an bietet sich nun die einmalige Gelegenheit, die Welt der Griechen mit der der Römer zu vergleichen. Dann wird im asisi Panometer Dresden das überarbeitete Panorama „Rom 312. Das Erlebnis der antiken Weltstadt“ bis zum 2. September 2012 zu sehen sein. Das Rom-Panorama zeigt die Hauptstadt des römischen Reiches in voller Blüte.

Es erzählt von dem triumphalen Einzug Kaiser Konstantins mit seinen Legionären im Jahr 312 nach gewonnener Schlacht. Diesen Sieg – so die Legende – habe er im Zeichen des Kreuzes gewonnen, das ihm vorher erschienen sei.

Der Tourist, der heute Rom besucht, sieht Ruinen, zum Teil von imposanten Ausmaßen, doch es bleibt seiner Phantasie und Vorstellungskraft überlassen, das antike Rom vor seinen Augen auferstehen zu lassen.

Yadegar Asisi nimmt dem Betrachter diese Arbeit ab. Auf Basis archäologischer und baukundlicher Untersuchungen hat er die Stadt rekonstruiert und vermittelt so ein lebendiges Bild einer antiken Metropole. Tempel, Thermen, Triumphbögen, Basiliken und einfache Wohnhäuser erstehen vor unseren Augen.

In vielen kleinen Szenen spiegelt sich das Alltagsleben Roms. Es dürfte interessant sein, die unterschiedlichen Stimmungen der Zeit zu vergleichen, das lockere Griechenland und den Glanz der römischen Hauptstadt. Wenn das Rom-Panorama abgehängt wird, erstrahlt das dann ebenfalls technisch überarbeitete barocke Dresden-Panorama ab Herbst 2012 neu. Rolf Brockschmidt

asisi Panometer Dresden (Gasanstaltstraße 8 b, Telefon: 03 51 / 860 39 40, E-Mail: office-dresden@asisipanometer.de, Internet: www.asisi.de); geöffnet Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Wochenende und Feiertage 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen. Eintritt: zehn Euro; Einlass bis eine Stunde vor Schließung.

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