Reisemesse ITB : Vietnam am Nachmittag

Regt an und macht schlau: Warum die ITB in jedem Jahr aufs Neue lockt.

Freundlicher Empfang in Vietnam. Das Land präsentiert sich in Halle 26. Die Nachbarn Kambodscha und Laos sind natürlich auch dort.
Freundlicher Empfang in Vietnam. Das Land präsentiert sich in Halle 26. Die Nachbarn Kambodscha und Laos sind natürlich auch dort.Foto: Messe Berlin GmbH/Volkmar Otto

In den Messehallen ist es stickig, ziemlich voll und ganz schön laut. Warum also sollte man das kommende Wochenende opfern und dort hingehen, zur Internationen Tourismusbörse (ITB)? Eintritt muss man auch noch bezahlen! Wer gern (ver-)reist, kommt nicht drumherum. Denn nur in Berlin präsentiert sich einmal im Jahr die ganze Welt, zumindest ein großer Teil von ihr. 188 Länder sind es in diesem Jahr. Gute Bekannte wie Spanien, Frankreich, Italien, Polen oder Norwegen, aber auch exotische Länder wie zum Beispiel Suriname, Swasiland oder Kap Verde. Wer vormittags in Andorra (Halle 2.1) ist, weilt mittags vielleicht in Rumänien (Halle 7.2b) und nachmittags in Vietnam (Halle 26). Dazwischen lange Fußwege, die ständig zu Abstechern verführen. Sich bloß nicht in Deutschland (unter anderem in Halle 8.2) verzetteln.

In Halle 20 findet man zum Beispiel das Land Mayotte. Noch nie gehört? Mayotte ist ein französisches Übersee-Department. Die Inselgruppe liegt am nördlichen Rand der Straße von Mosambik im Indischen Ozean zwischen der Nordspitze Madagaskars und dem Norden Mosambiks. Wie sieht es da aus, was kann man dort tun und wie kommt man überhaupt hin? In Halle 20 werden solche Fragen beantwortet.

Die Messe liefert Informationen aus erster Hand

Wer sich für Zentralamerika und die Karibik interessiert, kann sich auf die Halle 22 konzentrieren und wird viele Anregungen bekommen: Aruba, die Bahamas, Bonaire, El Salvador, Trinidad &Tobago und zahlreiche andere Länder präsentieren sich. Sogar Haiti. Wie funktioniert Urlaub in einem der ärmsten Länder der Welt? Und was spricht für eine Reise nach Turkmenistan, Simbabwe oder in den Sudan? Unterstützt man damit das dort jeweils herrschende Regime, oder freuen sich nicht gerade dort „normale“ Menschen über ausländische Besucher?

Die Messe gibt darauf keine Antworten. Aber sie hilft dabei, sich aus verschiedenen Quellen zu informieren. In der Halle 5.3. präsentieren dazu viele Verlage ihre Reiseführer und Reiseliteratur. Auch in diesem Jahr wird der „ITB Book Award“ verliehen, jeweils fürs beste Buch in verschiedenen Genres. Bei den Verlagen kann man in den preisgekrönten Werken blättern. Und erhält neue Anregungen.

Für die Kinder steht ein Mini-Beetle-Simulator bereit

Wer seine ursprünglichen Ziele auf der Messe aus den Augen verliert, kann schnell verloren sein. Denn in den Hallen wird ja noch jede Menge Tamtam geboten, vor allem auf der sogenannten Adventure Bühne in Halle 4.1. Ein Fotografieworkshop wird zum Beispiel angeboten (Sonnabend 11 Uhr bis 11.30 und Sonntag 12 Uhr bis 12.30), Wattwandern und Sternenkunde. Interessierte erfahren, wie man mit Haustieren verreisen und was man für Straßenhunde oder Katzen in Rumänien oder Griechenland tun kann.

Die Autostadt ist zu Besuch und Kinder dürfen sie im Mini-Beetle-Simulator erkunden. (Halle 6.2a/Stand 103a). Die Rheingauer Weinkönigin kann in Halle 7.2c besucht werden, ebenso wie der Clown und Pantomine Stefanello in den Hessischen Heilbädern. Die Messe zeigt nicht nur die heile (Urlaubs-)Welt. Wie viel Plastikmüll ein Reisender durchschnittlich verbraucht, rechnet der Veranstalter Fairaway Travel vor. Und sagt, wie man ihn reduzieren kann.

Am Ende des Messebesuchs wird es wie immer sein: Die Taschen sind schwer von Prospekten. Die Füße schmerzen. Und der Kopf steckt voller Ideen. Ferien, wir kommen!

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