Tipps zu ''Last Minute'' : Scheinbar billig kann teuer werden

Am Kühlregal im Supermarkt, wo die vom Verfallsdatum bedrohten Frischprodukte lagern und preislich herabgesetzt sind, ist bisher noch nicht von „Last-Minute-Maultaschen“ die Rede. Doch das Schlagwort wird schon durchaus inflationär in der Werbung gebraucht. Beweis: die Internet-Suchmaschine Google findet in 0,05 Sekunden 129 Millionen Einträge dazu. Hier eine Checkliste für den, der „Urlaub in letzter Minute“ buchen und so sparen möchte.

ANGEBOTE SICHTEN

Einen guten Monat vor Abreise möglichst breitflächig die Angebote im Markt anschauen, dabei ein Gespür für den normalen Preis der angedachten Reise entwickeln. Seine eigene Preisobergrenze und einen Zeitrahmen abstecken, sonst ergeben Vergleiche wegen der Saisonzeiten keinen Sinn.

KRITERIEN DEFINIEREN

Kriterien, etwa Abflugort, Ziel und Reisedatum nicht zu eng definieren.

Etwa zwei Wochen vor Abreise dürfte dann die Schnittmenge von gutem Preis und akzeptabler Auswahl am größten sein. Doch: Nicht alle Leistungen unterschiedlicher Veranstalter sind miteinander vergleichbar. Hier muss man genau hinschauen und nicht nur den Preis im Auge haben. Wer sich allerdings beim Abflughafen und dem Reiseziel zu sehr einschränkt, braucht kaum auf ein Schnäppchen zu hoffen.

FLEXIBEL SEIN

Auch wer unbedingt von Sonnabend zu Sonnabend reisen möchte, der wird schwerlich einen „Traumpreis“ finden. Eine gewisse Flexibilität beim Abreisetag ist also wichtig. Außerdem: Reisezeiten zur Nebensaison und Flüge in der Woche sind günstiger.

PREISE VERGLEICHEN

Nur wer intensiv vergleicht, hat die Chance auf ein Schnäppchen. „Last Minute“ oder „reduziert“ bedeutet noch lange nicht, dass das Angebot wirklich günstig ist. Zum Vergleich ist das Internet geeignet, die Beratung im Reisebüro möglicherweise besser. Und: Pauschal ist nicht gleich pauschal. Es ist sehr wichtig, das konkrete Reiseangebot anzuschauen. Da kann es so manche unangenehme Überraschung geben, beim Abflugort oder Leistungsumfang. Der Transfer vom Zielflughafen zum Hotel muss nicht inklusive sein. Schnell ist das scheinbar günstigste Angebot doch nicht mehr so doll.

WARNUNG

Vor einem vorschnellen Klick sei gewarnt. Wer seine persönlichen Daten eingegeben hat und „buchen“ klickt, hat einen gültigen Vertrag abgeschlossen. Wer aus dieser Bindung wieder heraus möchte, hätte das verlorene Geld besser anlegen können. gws

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