Reise : Touristenroute durch Breslaus Toleranzviertel

Als Toleranzviertel oder als „Stadtteil der vier Konfessionen“ bezeichnet man den südwestlichen Teil der Altstadt von Wroclaw (Breslau). Über Jahrhunderte lebten hier Vertreter unterschiedlicher Religionen friedlich zusammen. Jetzt wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit Hinweistafeln auf Polnisch und Englisch versehen, um Touristen die Entdeckung des Viertels zu erleichtern.

Auf kleinstem Raum befinden sich hier eine katholische, eine evangelische und eine orthodoxe Kirche sowie eine jüdische Synagoge. Sie erhielten durch teils aufwendige Restaurierungsarbeiten in den vergangenen Jahren ihren einstigen Glanz zurück.

Die Route verbindet das ehemalige Breslauer Arsenal, das heutige Militärmuseum, mit dem einstigen preußischen Königsschloss, in dem sich heute das Historische Museum der Stadt befindet. Sie führt auch durch einige der schönsten Straßen und Höfe des Viertels.

Eine der Stationen ist die Pokoyhof-Passage, die mit ihren Gebäuden aus der Mitte des 19. und dem frühen 20. Jahrhundert restauriert wurde. Hier haben sich Szene-Cafés, Klubs und junge Start- up-Unternehmen ebenso angesiedelt wie Restaurants, Galerien und renommierte Firmen.

Ebenso sehenswert: die in einem Hinterhof gelegene Synagoge zum Weißen Storch. Das Innere des 1827 bis 1829 nach Plänen von Carl Ferdinand Langhans erbauten klassizistischen Gotteshauses wurde 1938 während der Reichspogromnacht zerstört, jüngst wieder augebaut.

Alle Informationen über das Reiseland Polen gibt es auf der bevorstehenden ITB (10. und 11. März) in Halle 15.1. Tsp

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