Reise : Wie es gefällt

Ehrgeiziges Programm der Salzburger Festspiele

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Salzburg, auch ohne Festspiele eine Reise wert. Foto: picture-alliance/dpa-tmb Foto: picture-alliance/ dpa-tmn
Salzburg, auch ohne Festspiele eine Reise wert. Foto: picture-alliance/dpa-tmbFoto: picture-alliance/ dpa-tmn

„Das Ohr aufwecken, die Augen, das menschliche Denken“, mit diesem Zitat des italienischen Komponisten Luigi Nono starten die Salzburger Festspiele in ihre 91. Saison. In diesem Jahr warten vom 27. Juli bis 30. August insgesamt 190 Aufführungen in den Sparten Oper, Konzert und Schauspiel auf Gäste. Etwa 230 000 waren es im vergangenen Jahr.

Erstmals kann man erleben, wie zwei starke Persönlichkeiten wie Riccardo Muti und Peter Stein gemeinsam an der Aufführung der Verdi-Oper „Macbeth“ arbeiten. Außerdem gibt Christian Thielemann sein Debüt als Operndirigent – in Zusammenarbeit mit Christof Loy bringt er Richard Strauss’ „Frau ohne Schatten“ auf die Bühne.

Für Überraschungen sorgen auch Leoš Janáceks „Die Sache Makropulos“ in der Regie von Christoph Marthaler mit den Wiener Philharmonikern sowie die konzertanten Aufführungen von Tschaikowskys letzter Oper „Iolanta“ mit Anna Netrebko als blinder Prinzessin und von Strawinskys Opernfragment „Le Rossignol“ nach Hans Christian Andersens Märchen „Die Nachtigall“. Das programmatische Herzstück der Konzerte bilden indessen die sogenannten Mahler-Szenen und die Reihe „Der fünfte Kontinent“. Hier werden exemplarische Kompositionen der vergangenen Jahrzehnte, unter anderem von Luigi Nono, Morton Feldmann oder Salvatore Sciarrino gegenübergestellt. Gleichzeitig zeichnet Thomas Oberender, Leiter Schauspiel und künftiger Intendant der Berliner Festspiele, für ein ambitioniertes Schauspielprogramm.

Neben einer Neuinszenierung des Faust-Marathons von Nicolas Stemann präsentiert Dimiter Gotscheff die Uraufführung von Peter Handkes Traumspiel „Immer noch Sturm“, in dem ein Erzähler von der Geschichte seiner Familie und des Partisanenkriegs der slowenischen Kärntner gegen die nationalsozialistischen Besatzer berichtet. Auch ein Auftragswerk der Salzburger Festspiele an Daniel Kehlmann – „Geister in Princeton“ – steht auf dem Programm.

Für Besucher der Festspiele hält die Salzburg Information passende Reiseangebote bereit. Die „Jedermann-Pauschale“ etwa mit zwei Übernachtungen im Vier-Sterne-Hotel, Eintrittskarte und Führung durch die Festspielhäuser ist ab 353 Euro zu haben.

Das stilvolle Hotel Gmachl hat zum Beispiel ein Festspielarrangement mit sechs Übernachtungen, zwei Eintrittskarten, Transfers und Abendmenüs ab 1090 Euro pro Person im Doppelzimmer zu bieten. Die Telefonnummer lautet: 00 43 / 662 / 452 12 40, im Internet: www.gmachl.at

Nach Salzburg kann man täglich ab Berlin-Tegel fliegen. Mit Air Berlin Mitte August beispielsweise für 146 Euro.

Karten und weitere Informationen zu den Festspielen sind erhältlich unter der Rufnummer 00 43 / 662 / 804 55 55, im Internet: www.salzburgfestival.at

Allgemeine Auskunft zu Salzburg, Telefonnummer: 00 43 / 662 / 88 98 70, Internet: www.salzburg.info

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