Reise : Zu eisigen Ecken Hurtigruten mit neuem Schiff für die Polarmeere

Die Hurtigrute hat ein neues Flottenmitglied in Dienst gestellt – das Expeditionsschiff „Fram“. Erstes Ziel des Neubaus für 318 Passagiere ist Grönland. „Die Ziele der ,Fram‘ sind überhaupt die eisigen Ecken dieser Welt“, sagt der Geschäftsführer der Hurtigruten in Hamburg, Bernd Stolzenberg. Vor der größten Insel der Welt wird die „Fram“ bis September auf drei verschiedenen Strecken fahren: Vor Südgrönland, in der Diskobucht und ganz hoch im Norden vor Thule.

In der Wintersaison bis Februar wird die „Fram“ das Meer rund um die antarktische Halbinsel befahren. Die Überfahrt vom Nord- in das Südpolarmeer wird 69 Tage dauern und entlang der nordamerikanischen Westküste über die Karibik bis zur Südspitze von Lateinamerika gehen. Diese lange Reise kostet „am Stück“ ab rund 9000 Euro. Der Durchschnittspreis für eine Reise auf einem Hurtigruten- Schiff liegt mit 3000 Euro aber deutlich niedriger. In der Antarktis fährt im europäischen Winter auch das Hurtigrutenschiff „Nordnorge“ 19-tägige Routen inklusive der patagonischen Küste. Die Antarktisreisen mit der „Fram“ sind mit zwölf Tagen etwas kürzer.

Die „Fram“ ist mit 114 Metern Länge und 20 Metern Breite deutlich größer und auch sicher komfortabler als ihr historisches Vorbild, die „Fram“ des norwegischen Entdeckers Fridjof Nansen, die komplett aus Holz konstruiert war. Das neue Schiff wurde auf der italienischen Werft Fincantieri in Triest gebaut. Das Design der Einrichtung nennt die Reederei „modern-klassisch“. Es herrschen gedeckte Farben wie Blau und Sand vor, die zu den Fahrtgebieten passen. Dekoriert sind die Räume mit Werken grönländischer und norwegischer Künstler, die sich viel mit dem Thema Eis und Schnee befasst haben. Insgesamt soll die Atmosphäre an Bord „leger und komfortabel“ sein, wünscht sich Stolzenberg.

Einige der 136 Passagierkabinen haben einen Außenbalkon. Zur Entspannung nach dem Spaziergang auf dem Eis gibt es eine Sauna, einen Fitnessraum, Whirlpools auf den Außendecks und eine Lounge mit Panoramablick. Ein großes Entertainment-Programm mit Shows wird nicht angeboten – stattdessen erklären Lektoren die Reiseetappen und abends unterhält ein Klavierspieler.

Eines der acht Decks der „Fram“ ist übrigens ein Autodeck. „So kann das Schiff auch auf der klassischen Hurtigrute entlang der norwegischen Küste eingesetzt werden“, sagt Stolzenberg. Und nach Hamburg kommt die „Fram auch wieder: im Mai 2008. Tsp

Auskunft: Hurtigruten, Kleine Johannisstraße 10, 20457 Hamburg; Telefon: 040 / 37 69 30, E-Mail: info@hurtigruten. de, Internet: www.hurtigruten.de

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