Welt : Reiterhof in Flammen: neun Tote

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Chambéry Sieben junge Urlauber und zwei Erwachsene sind bei einem Brand auf einem Reiterhof in den französischen Alpen im Schlaf getötet geworden. Eine Begleiterin der Jugendgruppe wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Es handelt sich um einen der folgenschwersten Brände der vergangenen Jahre in Frankreich. Die Ursache des Unglücks ist völlig unklar. Das Feuer war in der Nacht in einem einstöckigen Gebäude in dem Ort Lescheraines ausgebrochen und hatte die Opfer im Schlaf überrascht. „Die Flammen brannten sehr heftig und haben sich rasch ausgebreitet“, sagte ein Feuerwehrmann.

Ein Junge konnte sich durch einen Sprung aus einem Zimmer im ersten Stock retten. Dort schlief die Gruppe in einem Gemeinschaftsraum. 45 Feuerwehrleute konnten den Brand nach einem mehr als zweistündigen Einsatz in den Morgenstunden löschen.

Am Donnerstag herrschte am Unglücksort Erschütterung. Polizisten mit weißen Schutzmasken vor dem Mund untersuchten die völlig verkohlten Trümmern der zwei Gebäude. Stundenlang suchten die Retter in den rauchenden Überresten nach den Leichen. Nur die Mauern standen noch. Eltern trafen ein, um die Leichen ihrer Kinder zu identifizieren. Psychologen versuchten, den schockierten Menschen beizustehen. Die Jugendlichen stammten zumeist aus dieser beliebten Ferienregion südlich von Annecy. In dem kleinen Reiterzentrum konnten Gruppen wochenweise den Umgang mit Pferden einüben. Die Pferde blieben unversehrt, sie hatten die Nacht auf der Weide verbracht. dpa

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