Welt : Rentner wird Opfer von Rallye-Rowdys

nach Unfall abgesagt

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Die Rowdy-Rallye „Gumball“ ist nach einem tödlichen Unfall von den Organisatoren in der Nacht zu Freitag abgesagt worden. Damit bleibt der deutschen Polizei eine zweite Begegnung mit den 100 Rennfahrern erspart. Geplant war, dass die überwiegend aus England stammenden Millionäre mit ihren teuren Fahrzeugen heute über Sachsen, Brandenburg nach Berlin kommen.

Bei dem Unfall hatte der Porsche des britischen „Dream“-Teams in Mazedonien den VW Golf eines unbeteiligten Rentnerpaares gerammt. Der Fahrer starb wenig später im Krankenhaus, seine Ehefrau wurde schwer verletzt. „Als Zeichen des Respekts haben wir entschieden, dass die diesjährige Gumball-Rallye nicht fortgesetzt wird“, erklärte deren Gründer „Maximillion“ Cooper auf der Internetseite des Gumball-Rennens. „Als Organisatoren erweisen wir Vladimir Cepulyoski unseren Respekt“, heißt es in der Stellungsnahme weiter.

Die beiden Piloten des Porsche 911 Turbo mit der Startnummer 74, Nick Morley und Matthew McConville, sollen nach dem Unfall zu Fuß geflüchtet sein. Ihr Porsche war bei dem Unfall in einen Straßengraben gerutscht. Die beiden Engländer wurden später von der Polizei an der Grenze nach Albanien festgenommen und verhört. Ihnen wird „gefährliches Fahrverhalten und Fahrerflucht“ vorgeworfen, teilte die mazedonische Polizei mit. Zeugen sollen berichtet haben, dass die beiden Engländer im BMW eines anderen Rallyeteilnehmers geflüchtet waren, ohne sich um die Schwerverletzten zu kümmern.

Das seit 1999 jährlich ausgetragene „Gumball“ (Kaugummikugel) wird jährlich in London gestartet. Deutsche Behörden stufen es als illegales, privates Autorennen ein. Anfang der Woche hatte die Polizei in Nordrhein-Westfalen und Hessen die Fahrer auf der Autobahn gestoppt und überprüft. Dann waren sie in Konvois von der Polizei eskortiert bis Frankfurt am Main gefahren, mit dem Flugzeug wurden die Wagen dann in die Türkei geflogen. Von dort sollte es über Griechenland, den Balkon, Tschechien nach Deutschland führen. Am Freitagabend war eine Party in einem Berliner Edelclub geplant. Die Brandenburger und die Berliner Polizei hatten, wie berichtet, angekündigt, die Teilnehmer streng zu kontrollieren und ein „Rennen“ zu verhindern. Ha

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