Welt : Richter hält Böttcher ihre eigenen Aussagen vor

Im dritten Prozess um den Mordfall Weimar hat der Vorsitzende Richter Heinrich Gehrke am Donnerstag die Angeklagte Monika Böttcher mit Widersprüchen in ihrer Aussage konfrontiert. Gehrke hielt ihr vor, sich einerseits an Nebensächlichkeiten wie ihre Kleidung erinnern zu können, nicht aber an wichtige Dinge - wie etwa, was ihr damaliger Mann zu ihr sagte, als sie am Vormittag des vierten August nach Hause zurückkam. "Ich denke, das ist ein so zentrales Erlebnis, das Sie die Bilder noch vor sich haben", sagte Gehrke. "Ich habe Schwierigkeiten, Ihnen das zu glauben." Die 41-Jährige, die des Mordes an ihren Töchtern Melanie und Karola angeklagt ist, sagte am dritten Verhandlungstag zu ihren Lügen kurz nach der Tat im August 1986: "Ich konnte nicht mehr zurück, weil ich in der Nacht nicht reagiert habe."

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