Riskante Werbeaktion : Coca-Cola und die Schimpfwörter

Mit seiner neuesten Werbeaktion bietet Coca-Cola Kunden an, ihre Flaschen zu beschriften. Aber was passiert, wenn die Kunden Schimpfwörter benutzen? Wie der Konzern versucht, das zu verhindern.

Torben David
Solche Coca-Cola-Flaschen zu finden, ist derzeit schwierig. Namen wie "Thomas" und "Sabine" ersetzen den typischen Coca-Cola-Schriftzug.
Solche Coca-Cola-Flaschen zu finden, ist derzeit schwierig. Namen wie "Thomas" und "Sabine" ersetzen den typischen...Foto: Picture Alliance / dpa

Wer derzeit die Website des Coca Cola-Konzerns aufruft, der wird von der Aufforderung begrüßt, eine Flasche mit dem eigenen Namen oder dem eines Freundes zu versehen. Das kann man entweder nur virtuell tun und dann durch soziale Netzwerke teilen, oder aber man lässt sich die personalisierte Flasche tatsächlich nach Hause schicken. Für den Hausversand gibt es eine Liste mit erlaubten Begriffen, die auf den 150 meist genutzten Namen in Deutschland basiert. Um auch online Missbrauch vorzubeugen, gibt es eine interne schwarze Liste von Wörtern, die nicht verwendet werden können. Genau diese Liste ist nun allerdings von findigen Internetnutzern veröffentlicht worden und spätestens damit ist die Aktion als Spaßobjekt in den Fokus der Netzgemeinde gerückt. Auf der eigens dafür eingerichteten Website www.deinecola.de lassen sich die verbotenen und größtenteils auch beleidigenden Wörter nachlesen. Verboten sind übliche Schimpfwörter und an die Konkurrenz angelehnte Namen wie "Pepssi", aber auch einige geradezu kurios anmutende Begriffe wie "Antibiotika" oder "Arthritis". Im Internet ist ein regelrechter Wettstreit darum entbrannt, wer die besten Lücken im System ausfindig macht und mit besonders lustigen Wörtern Erfolg hat. So war es zum Beispiel eine Zeit lang noch möglich eine Cola mit "Salmonellen" zu trinken und auch das kühle Getränk mit Darth Vader oder Gandalf zu teilen ist problemlos möglich.

Auf Anfrage bestätigte ein Pressesprecher von Coca-Cola Deutschland die Authentizität der im Internet kursierenden Liste. Man wolle damit "vermeiden, dass jemand andere verletzt" und erweitere die Liste daher auch laufend. Das Hauptziel der Werbeaktion sei, "anderen eine Freude zu machen". Gegen unanstößige und lustige rot-weiße Etiketten sollte man also auch dort nichts haben.

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