Rivalisierende Banden : 51 Tote in mexikanischem Drogenkrieg

In Mexiko sind am Wochenende insgesamt 51 Menschen bei Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Drogenbanden getötet worden. Es kam erneut zu Enthauptungen.

Unter den Getöteten befanden sich 15 Männer, die am Samstag in dem Badeort Acapulco an der Pazifikküste enthauptet auf dem Bürgersteig in der Nähe eines Einkaufszentrums gefunden wurden, wie die Behörden des Bundesstaates Guerrero mitteilten. Zwei der Opfer waren demnach 17 Jahre alt, es handelte sich um die schlimmsten Enthauptungen seit dem Fund von 12 enthaupteten Leichen im August 2008 in der Stadt Merida im Osten des Landes.

Im dem auch bei Touristen beliebten Urlaubsort Acapulco wurden am Samstag nach Polizeiangaben sechs weitere Leichen in einem Taxi nahe einem Supermarkt entdeckt, zudem wurden bei zwei getrennten Vorfällen vier Menschen ermordet. Am Sonntag dann entdeckte die Polizei drei Leichen an einer Straße nahe der Stadt. Eine davon war misshandelt und enthauptet worden. Lokalen Medienberichten zufolge handelte es sich um Mitglieder einer zehnköpfigen Gruppe, die am Vorabend aus einer Diskothek verschleppt worden waren.

Die meisten anderen Opfer hatte am Wochenende Ciudad Juarez im Norden von Mexiko zu verzeichnen. In der Stadt an der Grenze zu den USA mit der höchsten Mordrate des Landes wurden 14 Menschen mutmaßlich bei Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Drogenbanden ermordet. In dem Staat Chihuahua, in dem Ciudad Juarez liegt, starben drei weitere Menschen. Auch in Mexico-Stadt wurden nach Behördenangaben vier junge Männer am Samstagabend vor einem Geschäft aus einem vorbeifahrenden Auto erschossen.

In Mexiko tobt ein brutaler Kampf zwischen rivalisierenden Kartellen. Seit Präsident Felipe Calderón bei seinem Amtsantritt Ende 2006 den mächtigen Drogenbanden den Kampf angesagt hatte, starben bei der mit Unterstützung der Armee geführten Offensive sowie Auseinandersetzungen zwischen den Banden landesweit mehr als 30.000 Menschen. Allein im vergangenen Jahr kamen 12.000 Menschen in dem Drogenkrieg ums Leben. In jüngster Zeit dehnte sich der Drogenkrieg vom Norden Mexikos zunehmend auf Touristenorte wie Acapulco aus. (AFP)

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