Welt : ROBINSON-CRUSOE-INSEL

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Fast 700 Kilometer westlich von der chilenischen Küste entfernt liegt die sagenumwobene RobinsonCrusoe-Insel, wo sich der Schatz befinden soll. Dort lebte tatsächlich einmal ein Mann jahrelang alleine. 1704 ließ sich der schottische Matrose Alexander Selkirk auf dieser Insel aussetzen. Der Querkopf hatte sich mit seinem Kapitän gestritten und bestand aus Wut darauf, auf die Insel gebracht zu werden. Dort überlegte er es sich anders, aber der Kapitän ließ ihn nicht mehr aufs Schiff. Selkirk soll dem Kapitän gesagt haben, sein verrottetes Schiff werde bald untergehen. Das geschah dann auch später. Selkirk lebte vier Jahre und vier Monate allein auf der Insel. Er schlachtete ausgesetzte Ziegen und ernährte sich von Früchten. Schließlich wurde er gefunden und nach England zurückgebracht.

Die Erzählungen Alexander Selkirks waren die Vorlage für den Roman von Daniel Defoe „Das Leben und die seltsamen Abenteuer des Robinson Crusoe“. Dieser erste moderne englische Roman schuf ein neues zivilisatorisches Leitbild und wurde eines der erfolgreichsten Bücher der Literaturgeschichte. Oft wurde es auf die Abenteuergeschichte verkürzt. Tatsächlich handelt es sich um ein großes Werk, mit dem Defoe zum Wortführer des puritanischen Bürgertums wurde. Das Individuum könne mit seinem pragmatischen Verstand, Tatkraft und Gottvertrauen auch aussichtslose Situationen meistern, lautete die Botschaft. Wohlstand sei das Ergebnis harter und ehrlicher Arbeit.

Die Insel wurde erst 1966 nach Robinson Crusoe benannt. Zuvor hieß sie Isla Mas a Tierra und gehörte zum Juan-Fernandez-Archipel, 1574 benannt nach dem Entdecker. Eine Insel wurde 1966 nach Alexander Selkirk benannt. os

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