Welt : Royal Family: Der Palast berät Sanktionen

Prinz Edward und seine Frau Sophie müssen nach dem Skandal um unerlaubte Fernsehaufnahmen von Prinz William mit Sanktionen des Königshauses rechnen. Engste Berater der britischen Königin trafen sich am Montag mit Edward, um über die Konsequenzen aus der unerlaubten Arbeit eines Teams von Edwards Filmproduktion Ardent zum Studienbeginn von William in Schottland zu beraten. Dabei gehe es für Edward um die Zukunft seiner Firma, hieß es.

Edwards Frau Sophie Rhys-Jones, offiziell Gräfin von Wessex, soll vom Palast bereits einen "Maulkorb" verpasst bekommen haben. Einem Bericht der "Sun" zufolge habe ihr ein Vertrauter der Königin unmissverständlich aufgetragen, sich mit Kommentaren zum jüngsten Skandal zurückzuhalten.

Die Gräfin hatte im Gespräch mit Mitarbeitern ihrer PR-Firma gesagt, die ganze Sache sei "aufgebauscht" worden: "Schließlich leben wir doch in einer Demokratie, oder?" Zugleich hatte sie Mitarbeitern von Edwards Firma Ardent erklärt: "Es geht hier um größere Sachen. Schließlich ist Edward doch Mitglied der Königsfamilie." Ein leitender Höfling sagte der "Sun": "Diese Äußerungen sind nicht hilfreich."

Prinz Charles hatte die feine englische Art vergessen: "Du bist ein vollkommener Trottel", fauchte er wutschnaubend seinen jüngeren Bruder Edward am Telefon an, als dieser sich für das unglaubliche Verhalten seiner Fernsehproduktionsfirma entschuldigen wollte. So zitiert ihn jedenfalls das Massenblatt "Mirror". Der Bruderzwist im Hause Windsor verdrängte in den Aufmachern der britischen Zeitungen sogar die Jagd nach Osama bin Laden.

Prinz Edwards Produktionsfirma Ardent werde in Kürze die in Schottland gemachten Aufnahmen dem Buckingham-Palast übergeben, berichtete der britischen Rundfunk BBC. Zu Berichten, wonach Edwards Team Studenten der Universität 50 Pfund (80 Euro) für Berichte über Williams Studentenleben zahlte und diese aufforderte, sie sollten so tun, als habe William schon das erste Semester hinter sich, gab es keine Stellungnahme.

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