Russland : Nach Putins Bauch-Kuss drei Tage nicht gewaschen

Ein von Russlands Präsident Wladimir Putin auf den Bauch geküsster Junge hat sich erst nach drei Tagen wieder gewaschen. Jetzt will er auch Präsident werden.

Moskau - Mit dem Handtuch habe ihr fünfjähriger Sohn Nikita die von den Präsidenten-Lippen liebkoste Hautpartie nicht abrubbeln wollen, sagte dessen Mutter Janina Konkina der Zeitung "Istwestja" (Mittwochausgabe). Nikita sei über den viel beachteten Vorfall im Kreml in der vergangenen Woche so perplex gewesen, dass es ihm zunächst die Sprache verschlagen habe.

"Er hat sich sogar geweigert, sich zu waschen", erzählte seine Mutter. "Erst am Wochenende hat er es zugelassen, nur wegen der Hitze". Den Präsidenten-Kuss erklärt sich der Kleine damit, dass er Putin wohl gefallen habe: "Er mir auch, er gefällt mir sehr", sagte Nikita. "Ich will auch mal Präsident werden."

Das russische Fernsehen hatte am vergangenen Mittwoch gezeigt, wie Putin vor dem zu einer Gruppe von Kreml-Touristen gehörenden Jungen plötzlich in die Knie ging, ihm das T-Shirt hochzug und ihn auf den Bauch küsste. Seither wurde über den Vorfall in Russland viel diskutiert und gespottet. Spekualtionen rankten sich um die Frage, ob Putin von plötzlichen Großvater-Gefühlen übermannt wurde oder sich bei ihm der Wunsch nach einem Sohn Bahn brach.

Seit der Kusszene fiebern tausende Russen einem für Donnerstag geplanten Live-Webcast mit Putin entgegen. Die Frage nach dem Grund für den Ausbruch von Zärtlichkeit vor dem Kreml rangiert dabei ganz oben, noch vor Fragen nach Putins ersten Sex-Erfahrungen, der Legalisierung von Marihuana und einer fiktiven Riesenkrake. Wichtiger ist den Internetsurfern einer Abstimmung zufolge bislang nur die Antwort auf die Frage, ob es möglich sei, die russischen Grenzen auch mit humanoiden Robotern zu verteidigen. (tso/AFP)

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