RYANAIR : Müssen Übergewichtige bald draufzahlen?

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Für Überraschungen gut. Ryanair-Chef O'Leary.

Übergewichtige Passagiere der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair müssen sich in Zukunft vielleicht einer ganz besonderen Leibesvisitation unterziehen. Denn Ryanair überlegt, Fettleibige verstärkt zur Kasse zu bitten. „Fat Tax“ heißt die Idee in der Firmensprache. In den USA gibt es eine solche Gebühr bereits bei manchen Fluggesellschaften.

Ryanair beruft sich sogar auf den Wunsch seiner Kunden. Die Fluggesellschaft hatte dazu aufgerufen, Ideen für mögliche Zusatzgebühren einzusenden, mit denen die Ticketpreise insgesamt gesenkt werden könnten. 100 000 Personen nahmen an der Umfrage teil – die „Fat Tax“ landete mit 30 Prozent der Stimmen auf Platz Nummer eins. „Nun bitten wir unsere Kunden, auch über die Art der Umsetzung abzustimmen“, sagte Ryanair-Sprecher Stephan McNamara. Die Varianten hat Ryanair schon mal vorgegeben. Zur Auswahl stehen: eine Gebühr pro Kilogramm ab 130 Kilogramm bei Männern und 100 Kilogramm bei Frauen; eine Gebühr nach Körperumfang ab 115 Zentimetern bei Männern und ab 101 Zentimetern bei Frauen; eine Gebühr nach Punkten im Body Mass Index (BMI) ab 40 Punkten (ein BMI ab 30 Punkten bedeutet Fettleibigkeit); oder eine Gebühr für einen zweiten Sitzplatz, sollte der Körperumfang des Passagiers beide Armlehnen berühren.

„Diese Möglichkeiten erscheinen uns als die einfachsten, fairsten und operational am leichtesten umsetzbaren“, sagte der Sprecher. In jedem Fall sei das Limit sehr hoch angesetzt worden. „Außerdem wird die Gebühr – wenn eingeführt – vielleicht ein Ansporn für unsere besonders großen Passagiere, ein wenig abzunehmen und sich so leichter und gesünder zu ernähren.“

Möglicherweise würden diese Passagiere aber auch lieber eine Gebühr für den Service zahlen, der in der Umfrage auf dem zweiten Platz gelandet ist: Toilettenpapier mit dem Konterfei von Ryanair-Chef Michael O’Leary. jsch

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