Saarland : Drei Tote nach Familienstreit

Ein 77-jähriger Großvater hat seinen Sohn und seine Schwiegertochter in Marpingen-Berschweiler erschossen und sich anschließend selbst getötet. Offenbar gab es in der Familie Streit um das Erbe.

Marpingen-Berschweiler Die Ermittler sehe das Motiv für die Bluttat in den seit Jahren schwelenden Familien- und Erbschaftsstreitigkeiten. "Es ging wohl ums Haus", sagte ein Polizeisprecher. Die drei Kinder des getöteten Ehepaars waren zur Tatzeit ebenso wie die Frau des 77-jährigen Großvaters im Haus. Auf die Kinder im Alter von 6, 17 und 21 Jahren schoss der Täter aber nicht. Die Pistole besaß der Mann laut Polizei illegal.

Die drei Kinder des 46-jährigen Sohnes und seiner drei Jahre jüngeren Frau wurden zunächst bei Angehörigen untergebracht. Sie sollten psychologisch und vom Jugendamt betreut werden. Sie hätten die Tat nicht gesehen, der älteste Sohn habe die Schüsse aber gehört, berichtete der Polizeisprecher. Die Leichen der Eltern und des Großvaters sollten noch am Mittwoch obduziert werden. Im Haus soll weiter nach Spuren gesucht werden.

Nach Darstellung der Ermittler war der im Erdgeschoss wohnende 77- Jährige am Abend gegen 2o Uhr ins Dachgeschoss hinaufgegangen und hatte seinen Sohn erschossen. Dann habe er die Schwiegertochter verfolgt, die aus dem Haus flüchtete. Vor dem Eingang habe er mehrmals auf die Frau geschossen. Die 43-Jährige erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Danach tötete sich der Mann im Keller des Hauses selbst. Wem das Haus im Marpinger Ortsteil Berschweiler gehörte, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. (küs/dpa)

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