Sachsen-Anhalt : Nachterstedt gedenkt Erdrutsch-Opfer

In Nachterstedt haben am Sonntag mehrere Hundert Menschen der Opfer des folgenschweren Erdrutsches gedacht. Vor einem Jahr riss das Unglück drei Menschen in den Tod.

Das Erdrutschgebiet von Nachterstedt und der Concordiasee ein Jahr danach.
Das Erdrutschgebiet von Nachterstedt und der Concordiasee ein Jahr danach.Foto: ddp

In der voll besetzten Kirche St. Nicolai erinnerte Pfarrer Holger Holtz an jene drei Anwohner, die vor genau einem Jahr ihr Leben bei dem Unglück in Sachsen-Anhalt verloren hatten. In seiner Predigt verwies er auch auf die große Spendenbereitschaft in allen Teilen Deutschlands, die das Leid der Betroffenen mildern sollten.

Am Rande des „Concordia“-Tagebausees waren vor einem Jahr drei Menschen unter fast drei Millionen Kubikmeter Erde verschüttet worden. Sechs Doppelhäuser und die nach dem Erdrutsch stehengebliebene Hälfte eines Doppelhauses in der Siedlung „Am Ring“ wurden für unbewohnbar erklärt. Die 42 Bewohner mussten umziehen.
Nach dem Gottesdienst sollte eine Gedenkstätte für die Verunglückten eingeweiht werden.

Trotz umfangreicher Untersuchungen ist die Ursache des Erdrutsches weiter unklar. Die Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft LMBV spricht von mehreren Faktoren, die gleichzeitig gewirkt hätten. (ddp)

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