Welt : Sars: WHO schließt Vertuschung nicht aus

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(Tsp). Die WHO schließt nicht aus, dass in China entgegen der Beteuerungen der Regierung weiterhin viele SarsFälle nicht gemeldet werden. Das sagte der Sprecher der WHO in Genf, Dick Thompson, dem Tagesspiegel. Der WHO lägen allerdings keine Beweise vor, dass die Behörden Sars-Fälle vertuschen. Die Regierung Chinas habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Ein Sprecher der Gesundheitsbehörden in Peking schloss gestern gegenüber dpa ebenfalls nicht aus, dass es zu falschen Angaben komme. Doch sei diese Zahl „sehr gering“. Der China-Korrespondent des Tagesspiegels hatte aus der Stadt Datong in der Provinz Shanxi berichtet, dass dort offiziell nur fünf Fälle von Sars-Patienten gemeldet sind. Gleichzeitig bestätigten ihm Mitarbeiter der Krankenhäuser der Stadt, dass dort 70 Patienten wegen Sars behandelt werden. Als persönliches Beispiel eines vertuschten Sars-Falles nannte der Korrespondent die Familie des Vizedirektors des Krankenhauses Nummer fünf der Stadt. Dessen in Peking infizierter Sohn holten die Eltern entgegen den Quarantänebestimmungen mit dem Auto in die Heimatstadt. Dort infizierte er die Mutter.

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