Saudi-Arabien : 200 Peitschenhiebe für Urin im Essen

Ein Dienstmädchen fühlte sich von ihrem Arbeitgeber schlecht behandelt und rächte sich auf unappetitliche Weise. Ein Gericht in Saudi-Arabien verurteilte sie zu einer sehr harten Strafe.

Dschidda Ein Gericht in Saudi-Arabien hat ein Dienstmädchen zu 200 Peitschenhieben und einem Jahr Haft verurteilt, weil sie ihren Dienstherren Urin ins Essen gemischt hatte. Laut einem Bericht der Zeitung "Arab News" vom Dienstag, behaupteten Angehörige der Familie, in deren Haus die Frau aus Südostasien gearbeitet hatte, sie habe zudem "schwarze Magie" gegen sie praktiziert. Die Angestellte, die zu dem Termin im Gericht der Hafenstadt Dschidda nicht erschien, soll ausgesagt haben, sie habe ihren eigenen Urin aus Rache ins Essen gemischt. Die Familie habe sie schlecht behandelt.

Internationale Menschenrechtsorganisationen kämpfen seit Jahren vergeblich gegen die Ausbeutung und Misshandlung ausländischer Hausangestellter in den arabischen Golfstaaten. Die Arbeitgeber haben ihr Personal meist völlig in der Hand, weil die Gastarbeiter nicht ohne ihre Einwilligung den Job wechseln dürfen. Außerdem nimmt ihnen der Arbeitgeber in der Regel den Pass ab, so dass sie auch nur mit seiner Zustimmung das Land verlassen können. Laut Medienberichten liefen in der saudischen Stadt Taif in der vergangenen Woche fünf Hausmädchen aus Südostasien gemeinsam fort, während ihre Arbeitgeber beim Abendessen saßen. Diese verständigten daraufhin die Polizei. dpa

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