Welt : Schadenersatz für Opfer

Millionenforderungen gegen Skyguide nach Flugzeugkatastrophe

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Stuttgart (dpa). Zehn Wochen nach der Flugzeug-Kollision am Bodensee mit 71 Toten gibt es erste millionenschwere Schadenersatzforderungen gegen die Schweizer Flugsicherung Skyguide und das Luftfrachtunternehmen DHL. Wie der Berliner Anwalt Elmar Giemulla den „Stuttgarter Nachrichten“ sagte, verlangt er allein im Auftrag der russischen Fluggesellschaft Bashkirian Airlines einen Betrag zwischen 15 und 20 Millionen Dollar für den Verlust der Maschine, Umsatzausfälle und Personalbeschaffungskosten. Darüber hinaus fordert er im Auftrag der Hinterbliebenen der zwölf Besatzungsmitglieder Schadenersatz und Schmerzensgeld von jeweils 400 000 Dollar, also weitere 4,8 Millionen Dollar. Die Forderungen liegen Skyguide und DHL seit der vergangenen Woche schriftlich vor. Giemulla, der bereits Hinterbliebene des Concorde-Absturzes in Paris vertrat, hat den Unternehmen eine Erklärungsfrist bis Monatsende gesetzt. Bei der Kollision der Tupolev mit der DHL-Frachtmaschine waren am 1. Juli in Höhe von Überlingen am Bodensee 71 Menschen getötet worden. Bisher hätten die Angehörigen vom baschkirischen Staat für jedes Opfer umgerechnet rund 3500 US-Dollar erhalten.

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