Schauspieler : Heinz Reincke gestorben

Der aus Theater, Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Heinz Reincke ist tot. Der gebürtiger Kieler starb im Alter von 86 Jahren in seiner Wahlheimat Wien.

Heinz Reincke war einem breiten Publikum aus Fernsehserien wie "Großstadtrevier" bekannt. Er spielte aber auch am Wiener Burgtheater.
Heinz Reincke war einem breiten Publikum aus Fernsehserien wie "Großstadtrevier" bekannt. Er spielte aber auch am Wiener...Foto: dpa

Das meldete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Donnerstag unter Berufung auf die österreichischen Bundestheater. Reincke litt seit einigen Jahren an Lungenkrebs. Er war langjähriges Mitglied des renommierten Wiener Burgtheaters und lebte seit den 60er Jahren in der österreichischen Hauptstadt. 1970 nahm der Norddeutsche neben seiner deutschen auch die österreichische Staatsbürgerschaft an.

Geboren wurde Reincke am 28. Mail 1925 als Sohn eines Schneidermeisters in Kiel. Nach der Schule wurde er zunächst Lehrling bei der Industrie- und Handelskammer, nahm aber nebenher bereits Schauspielunterricht. Ab 1942 widmete er sich ausschließlich seiner wahren Leidenschaft, der Schauspielerei. Nach der Kriegsgefangenschaft und einem ersten Theaterengagement gründete er 1948 mit der Wanderbühne „Entertainer“ sein eigenes Theater. Seinen Durchbruch hatte Reincke 1955 unter Regisseur Gustaf Gründgens am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, wo er eine Reihe großer Charakterrollen spielte. 1968 erhielt er ein Engagement am Wiener Burgtheater, dem er bis Mitte der 80er Jahre treu blieb.

Neben der Bühne wurde Reincke auch einem breiten Publikum als Darsteller in Film- und Fernsehproduktionen bekannt. Er stand in Heimatfilmen vor der Kamera und spielte im „Fliegenden Klassenzimmer“ mit. Außerdem prägte er Serien wie „Großstadtrevier“, „Zwei Münchner in Hamburg“ und „Der Landarzt“ mit. Für seine Arbeit erhielt Reincke, der seit 30 Jahren in dritter Ehe mit Elfi Petsch verheiratet war, in Österreich und Deutschland zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Große Bundesverdienstkreuz und die „Goldene Kamera“. (AFP)

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