Schauspieler und Bürgerrechtler : Hollywoodstar Charlton Heston gestorben

Im Alter von 84 Jahren starb Charlton Heston in seinem Haus in Beverly Hills. Vom Beginn seiner Filmkarriere bis zu seinem Tod schlüpfte er in mehr als 100 Rollen. Heston engagierte sich auch politisch und erntet dafür nicht nur Lob.

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Charlton Heston. Im Alter von 84 Jahren gestorben. -Foto: dpa

Los AngelesOscar-Gewinner Charlton Heston, der sich neben seiner Hollywood-Karriere für das Recht jeden Amerikaners auf Waffenbesitz stark machte, ist tot. Er starb am Samstag in seinem Haus in Beverly Hills, berichtete die "Los Angeles Times" unter Berufung auf Familienangehörige. Ehefrau Lydia war an seiner Seite, hieß es. Der an Alzheimer leidende Heston war 84 Jahre alt.

1957 glänzte er in dem Filmepos "Die Zehn Gebote" als Moses. Für seinen Judah in "Ben Hur" hatte er 1959 den Oscar als bester Hauptdarsteller bekommen. Zu den überragenden Gestalten, die Heston verkörperte, gehörten Michelangelo, El Cid und mehrere Staatschefs.

Heston unterstützte Martin Luther King

Als Shakespeare-Darsteller in Fernsehproduktionen begann 1949 seine Hollywood-Karriere. Den Durchbruch zum Kinostar schaffte er ein Jahr später mit der Hauptrolle in dem Thriller "Stadt im Dunkeln". Bevor Hollywood den Hünen mit dem trotzig-kantigen Kinn als Heroendarsteller für Monumentalfilme engagierte, mimte er in "Die größte Schau der Welt" einen Zirkusdirektor. Auch in einer Reihe von Action- und Katastrophenfilmen bewährte sich Heston, zu dessen unvergesslichen Rollen die eines Astronauten in dem Science-Fiction-Klassiker "Planet der Affen" gehört.

Heston war seit den 60er Jahren politisch tätig. Er unterstützte den Menschenrechtler Martin Luther King und setzte sich für Gleichberechtigung und gegen Rassismus ein. Von 1998 bis 2003 war er Präsident der US-amerikanischen Waffenbesitzervereinigung National Rifle Association (NRA). Dieses Engagement bracht ihm nicht nur Freunde. Michael Moore kritisierte Heston in seinem Film "Bowling for Columbine" und brachte ihn in Zusammenhang mit Schulmasssakern in den USA. (tbe/dpa)

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