Scheidung : Michael Moores Ehe ist am Ende

US-Regisseur Michael Moore hat die Scheidung von seiner Ehefrau Kathleen Glynn eingereicht. Das 21 Jahre lang verheiratete Paar hat in vielen Produktionen zusammengewirkt, lebt allerdings schon länger getrennt.

Torben David
Michael Moore und seine Ehefrau Kathleen Glynn 2009 bei den Filmfestspielen in Venedig. Damals wurde dort "Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte" uraufgeführt.
Michael Moore und seine Ehefrau Kathleen Glynn 2009 bei den Filmfestspielen in Venedig. Damals wurde dort "Kapitalismus: Eine...Foto: Picture Alliance / dpa

Der US-Filmemacher Michael Moore lässt sich von seiner Frau Kathleen Glynn scheiden. Das berichtet die amerikanische Website "mlive.com" unter Berufung auf eine in ihrem Besitz befindliche Kopie des Scheidungsgesuchs. Das Paar war 21 Jahre lang verheiratet und besitzt ein Haus in Moores Heimatstadt Flint im US-Bundesstaat Michigan. Den Informationen der Website nach reichte der 59-Jährige bereits am 17. Juni die Scheidung ein, zusammen mit der Anfrage nach einer einstweiligen Verfügung gegen seine 55 Jahre alte Frau.

Keine Chance, die Ehe zu retten

Damit will er erreichen, dass sie keine Teile des gemeinsamen Besitzes verkaufen kann, bevor eine entsprechende Einigung erzielt wurde. Das Vermögen des Oscar-Preisträgers wird auf etwa 50 Millionen US-Dollar geschätzt. Das Paar hat keine Kinder, allerdings stand Kathleen Glynn ihrem Ehemann in zahlreichen Produktionen seit 1994 als Produzentin zur Seite und schrieb mit ihm zusammen auch ein Buch, "Adventures in a TV Nation". Nach Aussage Moores gibt es "keine realistische Chance" die Ehe zu retten, ihm zufolge leben die beiden bereits seit einiger Zeit getrennt.

Ein Oscar für "Bowling for Columbine"

Michael Moore ist bekannt für seine kontroversen, gesellschaftspolitischen Dokumentationen wie "Bowling for Columbine", "Fahrenheit 9/11" und "Sicko" und wird der politischen Linken in Amerika zugerechnet. In den letzten Jahren hat Moore sich vor allem als Produzent anderer Dokumentationen betätigt, sein 2009 erschiener Film "Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte", der die Folgen der Finanzkrise 2007 in den USA behandelt, ist sein bisher letztes eigenständiges Werk. Ob und wie sich die Scheidung auf zukünftige Projekte des Filmemachers auswirken wird, ist derzeit nicht bekannt.

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