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Schießerei in Los Angeles : "Die grauenhafteste Erfahrung, die ich je gemacht habe"

Auf dem Flughafen in Los Angeles hat ein Mann mit einem Sturmgewehr um sich geschossen und dabei einen Sicherheitsbeamten getötet. Reisende hatten panische Angst und flohen aus dem Gebäude. Der Flugverkehr ist weiter stark beeinträchtigt.

Eine Frau mit einem großen Teddybär wartet auf dem Flughafen LA
Viele Menschen haben nach den Schüssen Schutz gesucht, berichten Augenzeugen. Reisende hätten geschrien und Kinder geweint.Foto: Reuters

Auf dem Flughafen von Los Angeles hat ein Mann um sich geschossen und einen Sicherheitsbeamten getötet. Sieben Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Schütze hatte ein Sturmgewehr aus einer Tasche gezogen und das Feuer auf die Beamten eröffnet, teilte die Polizei mit. Ein Polizist gab kurz darauf mehrere Schüsse auf den Täter ab, dieser kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

Der Unbekannter hatte am Freitag am LAX-Flughafen an den Sicherheitskontrollen im Terminal 3 mehrere Schüsse abgegeben und dann den Sicherheitsbereich durchbrochen. Am Airport kam es zu Panik und Chaos. Zunächst hatte es unterschiedliche Angaben zu über mögliche Todesopfer gegeben. US-Medien hatten zwischenzeitlich von drei Toten berichtet.

Augenzeugen berichteten dem Sender CNN, viele Menschen hätten Schutz gesucht oder seien weggelaufen. Reisende hätten geschrien und Kinder geweint. Kurz nach den Schüssen setzte eine panische Flucht ein, sagte Augenzeuge Cuck Ocheret dem Sender. Menschen hätten einander zugerufen, sich in den Toiletten oder hinter Gegenständen zu verstecken. „Es war wohl die grauenhafteste Erfahrung, die ich je gemacht habe“, sagte ein weiterer Augenzeuge.

Reisende vor dem Flughafen Los Angeles.
Der Flugverkehr auf dem Airport von Los Angeles wurde vorübergehend eingestellt. Reisende brauchten viel Geduld.Foto: Reuters

Obama wird laufend über die Lage informiert

Er habe zwei Schüsse gehört, sagt ein anderer Reisender der „Los Angeles Times“. Die Szene sei „wie in einem Film“ gewesen. Danach sei er selbst in einen Sicherheitsbereich gebracht worden, berichtete der Mann. Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, rief Reisende dazu auf, sich von dem Flughafen fern zu halten. Es bestünde zwar keine Gefahr mehr, aber der Flugverkehr sei stark beeinträchtigt. Der betroffene Terminal werde für Stunden gesperrt sein. US-Präsident Barack Obama werde laufend über die Lage informiert, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, in Washington.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie zahlreiche Kranken- und Polizeiwagen vor einem Terminal vorfuhren. Hunderte Menschen wurden aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht. Wie die Flughafenleitung über Twitter mitteilte, begann der Vorfall um 9.30 Uhr morgens Ortszeit (17.30 Uhr deutsche Zeit). Terminal 3 wird vor allem von kleineren US-Fluggesellschaften bedient. Die Flughafenleitung forderte Reisende auf, sich bei ihren Fluggesellschaften über den Status ihrer Flüge zu informieren. Der LAX-Flughafen von Los Angeles ist einer der größten Flughäfen der USA. (dpa)

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