Welt : Schiffbrüchige nach neun Tagen gerettet

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Makassar - Nach neun Tagen auf offener See sind 14 Überlebende des Fährunglücks in Indonesien geborgen worden. Ein weiterer Schiffbrüchiger sei in so schlechter gesundheitlicher Verfassung gewesen, dass er nach der Bergung am Sonntag etwa 160 Kilometer nördlich der Insel Bali gestorben sei, teilte der Leiter der Suchaktion, Ketut Parwa, am Montag mit. Ein Frachter habe die Überlebenden auf einem Rettungsboot etwa 400 Kilometer östlich der Stelle entdeckt, an der die Fähre „Senopati Nusantara“ am 29. Dezember mit rund 600 Menschen an Bord in einem schweren Sturm gesunken war. Die Überlebenden des Fährunglücks wurden am Montag auf die Insel Sulawesi gebracht. Sie wurden im Hafen von Makassar an Land getragen und ins Krankenhaus gefahren, wie Augenzeugen berichteten.

Zunächst war unklar, wie die Schiffbrüchigen neun Tage auf offenem Meer überleben konnten. Rettungsboote sind in der Regel mit Notproviant ausgestattet. Außerdem hatten Hubschrauber Hilfspakete abgeworfen, nachdem Überlebende in Booten gesichtet worden waren, die wegen der stürmischen See zunächst nicht gerettet werden konnten. Zuletzt war am Freitag eine Gruppe von 15 Menschen geborgen worden. Diese berichteten, sie hätten eine Woche lang nichts als Regenwasser zu sich genommen.

Die „Senopati Nusantara“ war auf dem Weg von Kumai auf der Insel Borneo nach Semarang auf Java verunglückt. Etwa 250 Überlebende wurden seitdem von Schlauchbooten, aus dem Wasser, von Ölförderanlagen oder kleinen Inseln in der Javasee gerettet. Die Suchaktion erstreckt sich bis nach Bali hunderte Kilometer vom Unglücksort entfernt.

Bei der Suche nach der vor einer Woche verschwundenen Boeing der indonesischen Billigfluglinie Adam Air gab es am Montag möglicherweise eine erste Erfolgsmeldung: Ein mit Echolot ausgerüstetes Suchschiff habe in der Meeresenge Makassar vor der Küste Sulawesis mehrere große metallische Objekte entdeckt, sagte Admiral Gatot Subyanto. Es sind möglicherweise Wrackteile. AFP

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