Schleswig-Holstein : Pkw von Zug erfasst - vier junge Männer tot

Vier Bundeswehrsoldaten sind in Rendsburg beim Zusammenstoß ihres Pkw mit einem Regionalzug getötet worden. Das Auto wurde auf den Schienen eines beschrankten Bahnübergangs vom Zug erfasst.

Vier junge Bundeswehrsoldaten sind am Donnerstagabend in Rendsburg (Schleswig-Holstein) bei einem Zusammenprall ihres Autos mit einem Regional-Express ums Leben gekommen. Ein Polizeisprecher teilte am Morgen mit, dass die genaue Identität der Opfer erst im Laufe des Vormittags bekannt gegeben wird, da zunächst die Angehörigen in Anwesenheit eines Seelsorgers benachrichtigt werden müssten. Die vier jungen Männer im Alter von Anfang bis Mitte 20 seien in einer Rendsburger Kaserne stationiert gewesen, hieß es.

Das Auto war auf den Schienen des beschrankten Bahnübergangs gegen 22:30 Uhr vom Zug erfasst worden. Erst mehrere hundert Meter hinter der Unglücksstelle kam der Zug zum Stehen. Alle vier Männer starben noch am Unfallort. Wie der Fahrer trotz geschlossener Schranke und roten Blinklichts mit dem Auto auf die Gleise geraten war, war zunächst unklar. Der 56 Jahre alte Lokführer erlitt einen Schock und musste ins Krankenhaus. Die rund 50 Passagiere blieben unverletzt. Sie wurden von freiwilligen Helfern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betreut und mit Decken versorgt. Anschließend brachten bereitgestellte Busse die Fahrgäste zu ihren Zielbahnhöfen.

Die Bahnstrecke musste während der Bergungsarbeiten voll gesperrt werden. Um 3:30 Uhr wurde der Schienenverkehr dann wieder freigegeben. Die zahlreichen Einsatzkräfte wurden von speziell geschulten Mitarbeiter psychologisch betreut. Auch ein Seelsorger war vor Ort. (mit dpa/ddp)

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