Welt : Schnee bringt Chaos auf die Straßen Behörden warnen vor Lawinen in den Alpen

-

Berlin Winterwetter mit Neuschnee und eisglatten Straßen hat am Samstagmorgen in mehreren Bundesländern zu einem Verkehrschaos mit kilometerlangen Staus und Unfällen geführt. Teils chaotische Verhältnisse wurden aus Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz gemeldet. Dutzende Straßen wurden wegen Eisglätte und Schneeverwehungen gesperrt. Laster stellten sich quer. Bei einer Vielzahl von Unfällen gab es überwiegend Blechschäden. In den Alpen besteht wegen milderen Wetters Lawinengefahr.

Dutzende Straßen mussten in Sachsen gesperrt werden. In heftigen Schneeverwehungen blieben Autos stecken, Insassen konnten die Fahrzeuge teils nicht mehr verlassen. Im Thüringer Wald kamen teils die Räumdienste nicht mehr durch. In Bayern wie auch in Hessen kam es auf glatten Straßen zu Staus und Unfällen. Der längste Stau bildete sich mit 50 Kilometern auf der Autobahn 9 zwischen Greding und Dreieck Holledau in Bayern. Auf der A 3 im nördlichen Rheinland- Pfalz kam es am Samstagmittag zu einer Massenkarambolage mit rund 30 Fahrzeugen. Ebenfalls in Rheinland- Pfalz rutschte ein Reisebus mit elf Insassen in ein Reihenhaus, verletzt wurde niemand.

In den Alpen warnen deutsche undösterreichische Behörden vor Lawinenabgängen. Am Samstag ist ein leichtsinniger Skitourengeher in Vorarlberg von einer Lawine getötet worden. Der Mann habe bei erheblicher Lawinengefahr die gesicherten Pisten verlassen und in einem lawinengefährdeten Gebiet selbst ein Schneebrett losgetreten, berichtet der österreichische Automobilclub. Der Mann wurde unter den etwa vier Meter hohen Schneemassen begraben und konnte trotz des schnellen Einsatzes der österreichischen Bergrettung nach einer halben Stunde nur noch tot geborgen werden. Insgesamt sind seit Beginn des Winters allein in den österreichischen Alpen 33 Menschen von Lawinen getötet worden. In La Mongie in den Pyrenäen suchten Rettungsmannschaften am Samstag nach einem 26-Jährigen, der tags zuvor von einer Lawine mitgerissen worden war. Er hatte die Lawine mit seinem Snowboard selbst ausgelöst. Er hatte noch unmittelbar vor seiner Abfahrt vom Gipfel seine Freundin mit einem Handy angerufen. Die junge Frau hatte die Lawine gesehen und sofort Rettungskräfte alarmiert. Die Suche war bislang vergeblich. dpa/ddp

0 Kommentare

Neuester Kommentar