Schneechaos : Hunderte verbringen Heiligabend auf Pariser Flughafen

Heiligabend auf dem Flughafen statt bei der Familie: Dieser Alptraum wird für hunderte Reisende in Paris Wirklichkeit - weil nicht genug Enteisungsmittel da ist. Erst Samstag läuft der Flugbetrieb wieder normal.

Winterwetter wechselt sich immer wieder mit Tauwetter ab. Doch Der Winter steht aber schon wieder in den Startlöchern.Weitere Bilder anzeigen
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08.03.2013 17:00Winterwetter wechselt sich immer wieder mit Tauwetter ab. Doch Der Winter steht aber schon wieder in den Startlöchern.

Hunderte Passagiere mussten Heiligabend auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle verbringen - weil die Betreiber nicht genug Enteisungsmittel gelagert hatten. Rund 400 Flüge waren deshalb am Freitag gestrichen worden. Am Samstag lief der Flugbetrieb trotz anhaltender Minustemperaturen wieder normal.

An dem europäischen Luftverkehrsdrehkreuz hatten zeitweise mehr als 2000 Menschen festgesessen. Heiligabend war eine Halle in einem Terminal in einen Schlafsaal umfunktioniert worden, in einer anderen wurde ein Gottesdienst abgehalten. Mitarbeiter von Airlines verteilten Wasser, Essen und Geschenke für die Kinder.

Für viele Reisende hatten aber noch Hotelzimmer organisiert werden können. Die meisten der im Airport Gestrandeten äußerten sich vor Reporter-Mikrofonen resigniert oder verbittert. Viele hatten sich aber mit ihrer Lage abgefunden und versuchten, das Beste daraus zu machen. „Alles, was uns jetzt noch fehlt, ist ein heißes Bad“, meinte eine Französin, die mit ihrer Familie eigentlich das Weihnachtsfest im sonnigen Süden verbringen wollte.

Der Grund für das Weihnachtschaos war ein Mangel an Glykol, die Betreiber hatten nicht genug von dem Frostschutzmittel für die Enteisung der Flugzeuge gelagert. Das nötige Glykol wurde aus Deutschland und den USA herangeschafft. Der zweite Pariser Großflughafen, Orly, hatte eine weitgehend ungestörte Flugabfertigung. Dort sind die Airlines nach Rundfunkangaben selbst für die Bevorratung des Glykols zuständig.

Bei einem Besuch der Passagiere am frühen Samstagmorgen kündigte der für den Verkehr zuständige Staatssekretär Thierry Mariani Konsequenzen an. Priorität hätten erst einmal die Passagiere, doch im Januar würden dann die Schuldigen für das Chaos ermittelt. (dpa)

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