• Schneesturm an der Ostküste der USA Elf Menschen sterben bei Unfällen auf glatter Fahrbahn

Welt : Schneesturm an der Ostküste der USA Elf Menschen sterben bei Unfällen auf glatter Fahrbahn

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(dpa). Der heftige Wintereinbruch im Nordosten der USA hat nach Polizeiangaben seit Donnerstag mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Die Opfer starben bei Unfällen auf spiegelglatten Straßen. Der Schneesturm mit Windböen von mehr als 80 Kilometern in der Stunde fegte noch bis Montagmorgen über die Küste hinaus auf den Atlantik.

In der Region um Boston fielen innerhalb von zwei Tagen rund 1,20 Meter Schnee. Viele Schulen blieben geschlossen. In der Millionenstadt Boston waren 450 Schneepflüge im Dauereinsatz. In den kommenden Tagen soll der Schnee allerdings wieder schmelzen. Es werden Temperaturen von bis zu zehn Grad erwartet.

Bereits am Wochenende verursachten Sturmböhen von bis zu 130 Kilometern in der Stunde erhebliche Behinderungen. Ein langer Küstenstreifen in Massachusetts war überschwemmt. Der Flughafen von Boston blieb 16 Stunden geschlossen. Hunderte Flüge fielen aus. Auch am Montag gab es zahlreiche Verspätungen. In ganz Massachusetts fiel in mehr als 40 000 Wohnungen und Häusern zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen der Strom aus, berichtete der Boston Herald.

„Der Schneesturm an diesem Wochenende hat vielen Orten bis zur Hälfte der normalen Schneemenge eines ganzen Winters gebracht“, sagte der Meteorologe Walter Drag. In Hartford, im Bundesstaat Connecticut, hat es nach Angaben des nationalen Wetterdienstes seit 40 Jahren nicht mehr so viel an einem Tag geschneit wie am Samstag. Rund 32 Zentimeter Neuschnee registrierten die Behörden. Die alte Höchstmarke von 1964 lag bei 17 Zentimetern. In Boston wurde der Rekord aus dem Jahr 1981 mit 30 Zentimeter Schnee an einem Tag gebrochen.

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