Welt : Schneller heiraten

Schon wieder macht Hollywood Schlagzeilen mit dem Ende einer spontanen Kurzehe – Beziehungen unter Stars sind oft gefährdet

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New York Oscar-Preisträgerin Renée Zellweger und Country-Sänger Kenny Chesney haben es mal wieder bestätigt: Bei Hollywood-Ehen hält das Liebesversprechen oft nicht mal bis zum ersten Hochzeitstag. Nur vier Monate brauchten Zellweger („Bridget Jones“) und Chesney nach ihrer romantischen Blitzhochzeit am Karibikstrand, um festzustellen, dass ihre „verschiedenen Vorstellungen von der Ehe“ nicht zusammenpassten. Sie wollen, wie berichtet, die Verbindung jetzt annullieren lassen. Als Begründung trug Zellweger in das Formular „Betrug“ ein.

Untreue. Kurze Ehen sind kein Einzelfall in Hollywood: Jennifer Lopez war mit Ehemann Nummer zwei, dem Choreografen Cris Judd, lediglich neun Monate verheiratet. Bei Ehemann Nummer eins, Ojani Noa, hielt sie es zumindest noch zwölf Monate aus. Für Oscar-Gewinner Nicolas Cage und Lisa Marie Presley war die gute Zeit 2002 schon nach dreieinhalb Monaten vorbei. „Wir hätten überhaupt nicht heiraten sollen. Es war ein Riesenfehler“, sagte Presley, die gar nicht erst in eine gemeinsame Wohnung mit Cage gezogen war. Dabei hätte die Elvis-Tochter eigentlich schon aus ihrer früheren Hochzeit mit Pop-König Michael Jackson lernen sollen, dass Star-Ehen nicht für die Ewigkeit gemacht sind. Die Verbindung währte nur 20 Monate. Der Grundsatz „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ – ob sich nicht noch was Besseres findet – scheint in der Welt der Schönen und Berühmten nicht zu gelten. Oft genügen den Paaren wenige Wochen, Tage oder gar Stunden, um zu heiraten – und danach festzustellen, dass man doch nicht ein Leben lang nebeneinander aufwachen will. Im Falle von Britney Spears erster Eheschließung mit ihrem Freund aus Kindertagen, Jason Allen Alexander, waren es ganze 55 Stunden. Sie hatte ihm allerdings auch nach einer trunkenen Nacht in Las Vegas das Ja-Wort gegeben. „Wir haben uns angeschaut und gesagt: ,Lass uns etwas Wildes, Verrücktes machen. Lass uns heiraten, nur so zum Spaß‘“, erklärte Alexander in einem Fernsehinterview. Bei Britney setzte sehr schnell der Kater ein. Als die Klatschblätter die Pseudoehe ausgeschlachtet hatten, war sie bereits wieder für ungültig erklärt worden.

Schlagzeilen machte auch die Las-Vegas-Ehe von Basketball-Star Dennis Rodman mit Baywatch-Darstellerin Carmen Electra 1998. Ein Sprecher deutete schon kurz nach der Bekanntgabe an, dass Rodman wohl ein bisschen zu viel gebechert und Electra „Hintergedanken“ gehabt hätte.

Rodman, dessen erste Ehe auch nur 82 Tage dauerte, beteuerte jedoch in einer Pressekonferenz: „Ich liebe Carmen und bin stolz, mit ihr verheiratet zu sein.“ Neun Tage später reichte er die Scheidung ein, weil die Hochzeit in „temporärer geistiger Umnachtung“ seinerseits stattgefunden habe.

Oft ist der Druck der Klatschpresse auch zu groß für eine junge Beziehung zwischen zwei Stars, die immer im Rampenlicht stehen. Drew Barrymores zweite Ehe mit Komiker Tom Green hielt 2001 beispielsweise nur fünf Monate, immerhin allerdings mehr als fünfmal so lange wie Barrymores erste Ehe mit Jeremy Thomas 1994 (19 Tage).

Von Anfang an stand die Verbindung zu Green unter einem schlechten Stern: Bei ihm wurde Hodenkrebs festgestellt, und das Paar entkam nur mit knapper Not einem Feuer in Barrymores Haus. „Ich würde keinem empfehlen, eine Ehe zwischen zwei Stars einzugehen“, sagte Green danach bitter. dpa

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