Welt : „Schraubenkönig“ Würth wird Österreicher

Künzelsau - Gut ein halbes Jahr nach dem Strafbefehl für seine Steuersünden zieht es Schraubenmilliardär Reinhold Würth nach Österreich. Der vorbestrafte Gründer des Würth-Konzerns und Kunstmäzen aus Künzelsau (Hohenlohekreis) möchte nach eigenen Angaben vom Donnerstag Salzburg zu seinem Altersruhesitz machen und deshalb auch österreichischer Staatsbürger werden. Der 73-Jährige ließ erklären, er pflege seit Jahrzehnten enge Beziehungen zum Nachbarland. Würth hatte bereits im Frühjahr aufgrund des Verfahrens wegen Steuerhinterziehung öffentlich über eine Abwanderung nachgedacht. Als möglichen Grund nannten Medien auch seine Unzufriedenheit über die Debatte um die Erbschaftssteuer und die Steuerpolitik. Künzelsau soll aber weiter Sitz des deutschen Konzerns bleiben, hieß es jetzt.

In den letzten Monaten zog es zahlreiche deutsche Milliardäre nach Österreich, wo die Steuergesetze für sie besser sind. Das gilt vor allem für das Erbschaftssteuerrecht und die Besteuerung vonUnternehmensgewinnen. dpa

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