Welt : Schreinemakers muss um „Schreinemakers“ bangen

Joachim Huber

Jetzt muss sie kämpfen, die Margarethe Schreinemakers. Ihr werktägliches Talk-Magazin in der ARD läuft nicht so gut, als dass die Fortsetzung gesichert wäre. Nach 32 Folgen, so der Beschluss der ARD-Fernsehdirektoren, muss „Schreinemakers“ einen Marktanteil von wenigstens zehn Prozent erzielt haben. Seit dem Sendestart am 5. Januar konnte noch keine Ausgabe diese Marke erreichen. Am 1. März ist die erste Staffel gelaufen, am 22./23. März stehe das Thema auf der Fernseh-Programmkonferenz, sagte ARD-Sprecher Bernd Möllmann. Margarethe Schreinemakers sei signalisiert worden, dass die ARD die notwendige Geduld aufbringe. Für die Moderatorin wäre das Ende des Talk-Magazins möglicherweise das Ende ihrer TV-Karriere in einem Hauptprogramm des deutschen Fernsehens. Andere ARD-Mitarbeiter wollen indes nicht ausschließen, dass bereits am kommenden Dienstag, auch da sitzen die Fernsehdirektoren zusammen, über „Schreinemakers“ gesprochen werde.

Immerhin kann die Moderatorin für sich reklamieren, auf dem Sendeplatz um 14 Uhr 10 höhere Akzeptanz zu erreichen als der Vorläufer „Speck“ mit dem Psychologen und Therapeuten Dieter Speck. Auch dieses Format ist nicht aus dem Rennen, wenn die ARD über die künftige Besetzung des Sendeplatzes entscheiden wird. Auf jeden Fall wird das Erste nach „Schreinemakers“ erst einmal eine Serie einsetzen: Am 2. März wird „In aller Freundschaft“ eingesetzt, die Krankenhaus-Serie des Mitteldeutschen Rundfunks, die bereits am Dienstagabend läuft. Nachmittags werden dann alte Folgen neu ausgestrahlt. Aus der ARD heißt es, dass diese Wiederholung einer Serie nur eine Zwischenlösung sei. Der Ehrgeiz sei darauf gerichtet, am Werktag um 14 Uhr 10 mit frischer, möglichst nicht fiktionaler Programmware Publikum zu gewinnen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben